Haben Speedport Router ein Eigenleben?
Als Kunde beim magentafarbenen Internetanbieter erhält man meist einen Router der Speedport Serie. Ich hatte den Speedport W 700V, den ich aber nicht lange in Betrieb hatte. Nachdem einige Portfreigaben einfach nicht funktionierten, habe ich mir den Netgear Router RP614v4 gekauft. Mit diesem Router funktionieren meine Portfreigaben, Wake on WAN und die Aktualisierung meiner dynamischen DNS, mit all diesen Sachen hatte der 700er Speedport so seine Probleme.
Als Modem hatte ich anfangs noch den 700V am Netgear Router benutzt, indem ich PPPoE Pass-Through aktiviert, die automatische Konfiguration deaktiviert und meine Zugangsdaten gelöscht hatte. Aber schon bald gab es wieder Probleme..
Als ich den Speedport W 700V noch als Modem und Router verwendet hatte, drosselte dieser manchmal meine Internetgeschwindigkeit um über 50%. Leider trat dieses Verhalten auch auf, wenn ich den Speedport nur als Modem an meinem Netgear Router betrieben hatte.
Glücklicherweise hatte ich noch ein altes ADSL2+ Modem liegen, das bis auf eine etwas geringere Uploadgeschwindigkeit gut funktionierte. Leider treten inzwischen wieder Verbinsungsabbrüche auf, vor allem beim Upload.
Kürzlich hatte ich netterweise einen Speedport W 701V geschenkt bekommen, der zwar auch nicht der neuste ist, aber trotzdem doch wohl funktionieren wird, dachte ich…
Als habe ich auch beim 701er PPPoE Pass-Through aktiviert, die automatische Konfiguration deaktiviert und meine Zugangsdaten, die ich zum Testen des Routers eingetragen hatte, gelöscht.
Mein Netgear Router konnte problemlos eine Verbindung über den 701er herstellen, die Geschwindigkeiten waren ok und stabil, ich war zufrieden.
Einen Tag später funktionierte plötzlich wieder nichts, scheinbar versucht der Speedport Router sich einzuwählen und deswegen kann der Netgear Router sich nicht mit dem Internet verbinden. Nach einem Neustart des Speedports kann der Netgear Router sich manchmal einwählen, bekommt auch eine IP zugewiesen, aber das Imternet ist trotzdem tot. Wenn ich testweise mein altes Sphairon Modem anschließe, funktioniert wieder alles.
Inzwischen lässt sich der 701er auch nicht mehr resetten, ganz toll. Und warum leuchtet bitteschön die Online LED, wenn keine Zugangsdaten eingetragen sind und dieser auch nicht am Netgear Router angeschlossen ist? Ganz großes Kino…
Eigentlich wollte ich mich mit diesem Post nur über Speedport Router aufregen. Bei mir funktionieren sie nie richtig. Ich habe auch schon verschiedene Speedports bei anderen Leuten angeschlossen. Auch da sind mir ein paar Macken aufgefallen, manchmal war der Router kurze Zeit später kaputt und musste eingeschickt werden.
Na ja egal, ich brauche wohl ein neues Modem…
mfg
Finn
Internet Explorer mal wieder angreifbar
Ich rate eigentlich jedem davon ab, den Internet Explorer zu benutzen, da dieser ganz gewiss nicht zu den sichersten Browsern zählt. Manchmal installiere ich sogar für einige Leute z.B. Firefox , entferne die Verknüpfungen des IE aus der Schnellstartleiste und das Symbol vom Desktop. Unerfahrenen PC-Nutzern, die manchmal fast schon panische Angst vor dem Internet haben, weil es so “gefährlich”, erkläre ich auch wie und warum sie Firefox benutzen.
Und tatsächlich ist es schon vorgekommen, dass ich einige Zeit später einen Anruf erhalte, weil der PC merkwürdig läuft und anscheinend ein Eigenleben entwickelt. Ein vollständiger Virenscan wird dann oft fündig, Firefox wurde nie angetastet und oft sogar wieder deinstalliert. Mit dem Internet Explorer wird dann fleißig gesurft und alles, was bunt ist und blinkt, wird angeklickt…
Natürlich ist nicht immer der Internet Explorer schuld, da er aber die meiste Zeit irgendwelche noch nicht geschlossenen Sicherheitslücken enthält, öfter als man denkt. Und so eben haben ich beim Ubuntu Observer folgende Meldung gefunden:
Im Internet Explorer existiert eine bisher unbekannte kritische Sicherheitslücke. Die Schwachstelle ermöglicht Angreifern, über eine manipulierte Webseite Schadcode in einen Windows-Rechner zu schleusen und zu starten. Der in der vergangenen Woche bekannt gewordene Hacker-Angriff auf Google und weitere US-Unternehmen hat vermutlich diese Sicherheitslücke ausgenutzt.
Betroffen sind die Versionen 6, 7 und 8 des Internet Explorer auf den Windows-Systemen XP, Vista und Windows 7. Microsoft hat ein Security Advisory herausgegeben, in dem es Möglichkeiten der Risikominimierung beschreibt und arbeitet bereits an einem Patch, um die Sicherheitslücke zu schließen. Das BSI erwartet, dass diese Schwachstelle in kurzer Zeit für Angriffe im Internet eingesetzt wird.
Das Ausführen des Internet Explorer im „geschützen Modus“ sowie das Abschalten von Acitve Scripting erschwert zwar die Angriffe, kann sie jedoch nicht vollständig verhindern. Deshalb empfiehlt das BSI, bis zum Vorliegen eine Patches von Microsoft auf einen alternativen Browser umzusteigen.
Quelle: Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik, 15.01.2010
Da dies nicht die erste Sicherheitslücke ist und auch nicht die letzte sein wird, spreche ich eine etwas umformulierte Empfehlung aus: Ich empfehle, den Internet Explorer zu vergessen und dauerhaft auf einen alternativen Browser umzusteigen!
Wie war das noch? 95% benutzen den Internet Explorer?…
…um Firefox runterzuladen?
Hier noch mal der Link für die ungläubigen: Vulnerability in Internet Explorer Could Allow Remote Code Execution
Natürlich haben auch andere Browser ihre Fehler, aber der IE toppt alles, seht selbst nach.
Jabber vs. ICQ post #2351336…..
Ich vermute, dass über 90% der Besucher, die diesen Beitrag lesen, zumindest gelegentlich irgendeinen Instant Messenger benutzen, wahrscheinlich überwiegend ICQ oder MSN. Vielleicht haben auch einige schon einmal davon gehört, dass es Gründe geben soll, warum diese Messenger böse sind. Wer davon noch nichts gehört hat, sollte hier mal nachlesen.
Wenn ihr also jetzt auch die Schnauze voll habt von unfreier, unsicherer und lizenztechnisch bedenklicher Software habt, dann springt nicht gleich aus dem Fenster. Zum Glück gibt es als Alternative zu den proprietären Protokollen von ICQ/MSN/AIM usw. die quelloffene Software bzw. das Protokoll XMPP und Jabber.
Ich habe eben einen sehr interessantem Artikel über diese Thematik gelesen, der mich inspiriert hat, diesen Artikel zu schreiben und vielleicht ein paar Leuten Jabber näher zu bringen. Das Problem ist nur, dass meist keine Alternative zu ICQ gewünscht ist, weil ICQ weit verbreitet ist und man sowieso einfach nur kommunizieren möchte. Ich persönlich nutze den Multimessenger Pidgin für ICQ und Jabber, man kann ICQ also problemlos weiterhin benutzen.
Das wohl meist genannte Problem ist, dass Jabber nicht weit verbreitet ist. In den meisten Kreisen trifft dies auch zu, aber das lässt sich doch eigentlich leicht ändern, indem man es einfach mal ausprobiert und auch mal Freunden und Kollegen davon erzählt.
Ich habe früher bereits einen Artikel zur Einrichtung eines Jabber Accounts mit Pidgin geschrieben, die paar Minuten sind eine lohnende Investition in die Zukunft. Wenn ihr eine E-Mail Adresse bei web.de oder GMX habt, dann besitzt ihr sogar schon einen Jabber/XMPP Account. Der Name des Account entspricht der E-Mail-Namen, die Domain ist web.de/gmx.de/gmx.net und die unter “Erweitert” einzutragenden Server lauten xmpp-webde.gmx.net (für web.de) bzw. xmpp-gmx.gmx.net (für GMX).
Wer die Zeit hatte, diesen Beitrag durchzulesen, hat auch die Zeit, Jabber auszuprobieren und noch schnell 2-3 Freunden die Sache zu verklickern
Festplattendefekte erkennen
Wenn die Festplatte erst einmal den Geist aufgegeben hat, dann ist oft nicht mehr viel zu retten. Bei einem Head-Crash oder kaputter Festplattenelektronik, kann man selber meist nichts unternehmen, es sei denn man bastelt gerne und würde den kompletten Datenverlust hinnehmen können, denn das ist bei Eigenreparatur sehr wahrscheinlich.
Normalerweise legt man bei Festplatten nicht selbst Hand an, bei wichtigen Daten sollte man die Reparatur speziellen Datenrettungsfirmen überlassen und das kann manchmal ziemlich teuer werden.
Irgendwann wird jede Festplatte kaputt gehen, das lässt sich nicht verhindern. Darum sollte man regelmäßig Backups machen, dann bleibt auch der Blutdruck unten, wenn man merkt, dass die Festplatte defekt ist.
Wenn die Festplatte im BIOS erkannt wird und das Betriebssystem sauber hochfährt, heißt das noch lange nicht, dass es der Platte noch gut geht. Mit Linux bzw. in meinem Fall Ubuntu gibt es ein paar schöne Möglichkeiten, Laufwerke zu überprüfen und notfalls noch einige Daten zu retten.
Ich beschreibe hier lediglich meine persönliche Vorgehensweise, sicherlich lässt das eine oder andere auch anders bewerkstelligen.
S.M.A.R.T ist eine Selbstüberwachungstechnik, die eigentlich von allen modernen Festplatten beherrscht wird. Man sollte darauf achten, dass dies nicht im BIOS deaktiviert wurde, das wäre doch schade. Um die SMART Daten auszulesen, wird das Paket smartmontools benötigt:
1 | sudo apt-get install smartmontools |
Anschließend kann man sich die SMART Werte mit folgendem Befehl ausgeben lassen:
1 | sudo smartctl -A /dev/sda |
/dev/sda ist natürlich eventuell anzupassen, je nach Laufwerk. Mit fdisk kann man sich seine Festplatten und deren Partitionen anzeigen lassen:
1 | sudo fdisk -l |
Bei mir sieht das ganze z.B. so aus:
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 | finn@finn-laptop:~$ sudo smartctl -A /dev/sda smartctl version 5.38 [x86_64-unknown-linux-gnu] Copyright (C) 2002-8 Bruce Allen Home page is http://smartmontools.sourceforge.net/ === START OF READ SMART DATA SECTION === SMART Attributes Data Structure revision number: 16 Vendor Specific SMART Attributes with Thresholds: ID# ATTRIBUTE_NAME FLAG VALUE WORST THRESH TYPE UPDATED WHEN_FAILED RAW_VALUE 1 Raw_Read_Error_Rate 0x002f 200 200 051 Pre-fail Always - 0 3 Spin_Up_Time 0x0027 154 152 021 Pre-fail Always - 1300 4 Start_Stop_Count 0x0032 100 100 000 Old_age Always - 43 5 Reallocated_Sector_Ct 0x0033 200 200 140 Pre-fail Always - 0 7 Seek_Error_Rate 0x002e 100 253 000 Old_age Always - 0 9 Power_On_Hours 0x0032 100 100 000 Old_age Always - 523 10 Spin_Retry_Count 0x0033 100 253 051 Pre-fail Always - 0 11 Calibration_Retry_Count 0x0032 100 253 000 Old_age Always - 0 12 Power_Cycle_Count 0x0032 100 100 000 Old_age Always - 41 192 Power-Off_Retract_Count 0x0032 200 200 000 Old_age Always - 10 193 Load_Cycle_Count 0x0032 200 200 000 Old_age Always - 300 194 Temperature_Celsius 0x0022 103 092 000 Old_age Always - 40 196 Reallocated_Event_Count 0x0032 200 200 000 Old_age Always - 0 197 Current_Pending_Sector 0x0032 200 200 000 Old_age Always - 0 198 Offline_Uncorrectable 0x0030 100 253 000 Old_age Offline - 0 199 UDMA_CRC_Error_Count 0x0032 200 200 000 Old_age Always - 0 200 Multi_Zone_Error_Rate 0x0009 100 253 051 Pre-fail Offline - 0 |
Wer das ganze etwas übersichtlicher und grafisch haben möchte, der kann dies ab Ubuntu 9.10 Karmic Koala ganz leicht mit der Palimpset Laufwerksverwaltung tun, diese findet man unter System – Systemverwaltung – Laufwerksverwaltung. Ein Klick auf “Weitere Informationen” hinter dem SMART Status zeigt die SMART Werte.
Die Werte (RAW_VALUE) geben die aktuellen Daten der Platte an, diese sollen den Grenzwert (TRESH) nicht über- bzw unterschreiten (je nach Wert). Grüne Lämpchen sind natürlich ein gutes Zeichen, wer es genauer wissen möchte kann sich hier eine etwas genauere Erklärung der Parameter ansehen.
Eigentlich noch häufiger setze ich das Programm badblocks ein, welches eine Festplatte oder Partition nach defekten Datenblöcken durchsucht und praktischerweise bei Ubuntu vorinstalliert ist.
Um eine Festplatte zu überprüfen, auf der sich noch Daten befinden, empfiehlt sich der “nicht-überschreibende” Modus:
1 | sudo badblocks -vsn /dev/sda |
Einen ausführlicheren Test, der die Datenblöcke überschreibt, lässt sich mit dem Parameter “w” anstatt “n” starten. Ein einzelner defekter Datenblock kann entweder, je nachdem was in ihm gespeichert ist, gar nicht erst auffallen oder den Bootvorgang des Rechner unmöglich machen. Festplatten und Flash Speicher verfügen über eine Defektblockverwaltung, die i.d.R. defekte Datenblöcke über eine Zuordnungstabelle durch fehlerfreie Blöcke aus einem Reservebereich ersetzt. Dieser Reservebereich kann aber irgendwann aufgebraucht sein und außerdem haben defekte Datenblöcke eine Ursache. Man kann die defekten Datenblöcke zwar durch Remapping von der Nutzung ausschließen, aber eine Festplatte mit defekten Blöcken sollte man im Auge behalten.
Ob man bei defekten Blöcken die Festplatte sofort austauscht oder sie (nach einem Backup) weiter benutzt oder ein Remapping durchführt, bleibt jedem selbst überlassen. Einige Festplatten haben bereits früh fehlerhafte Sektoren, diese vermehren sich aber nicht und die Festplatte ist noch lange benutzbar. Man kann leider nicht in Festplatten hineinschauen und deren Zukunft vorhersagen, SMART und badblocks helfen einem dabei sehr.
Wenn die Festplatte schon komische Geräusche macht, dann kann man sich SMART und badblocks eigentlich sparen und sollte lieber sofort mit dem Backup anfangen. Ich könnte einige Geschichten erzählen, was mir beim Reparieren von Computer schon passiert ist, aber das würde den Rahmen des eh schon verlaufenen Artikels sprengen
Ich verstehe nur nicht, warum ich für eine Menschen “die letzte Hoffnung” bin, wenn es darum geht Computer wieder zum laufen zu kriegen. Oft liegt es nicht an der Festplatte, trotzdem überprüfe ich diese, wenn die Zeit vorhanden ist. Wenn ich dann zu einer neuen Festplatte rate und empfehle, endlich mal mit Backups anzufangen, glaubt mir einfach niemand, dass Festplatten kaputt gehen können. Funktioniert die Festplatte dann einmal nicht mehr, ist das Geschrei groß…
mfg
Finn
TotalesTempo.de – Totaler Mist!
Im Fernsehen sieht man inzwischen häufiger Werbung für Software, schließlich sind die meisten Fernsehzuschauer vermutlich auch PC-Besitzer und damit potentielle Kunden. Seit einiger Zeit läuft aber eine Werbespot im Fernsehen, der mich fast schon ein wenig sauer macht. TotalesTempo.de bewirbt eine Software, die Datenmüll entfernt, den Rechner aufräumt und Fehler beseitigt, damit dieser wieder schneller läuft.
In diversen Foren finden sich Einträge von Leuten, die enttäuscht sind oder verärgert über die Software, teilweise wurden wohl sogar Windows Installation beschädigt und einige klagen sogar über Datenverlust. Für einen Laien haben sich die Probleme damit dann verdoppelt. Beim Web of Trust ist zu lesen, dass es sich bei der Seite und der Software um großen Müll handelt.
Nachdem man sich die Software heruntergeladen hat und den kostenlosen Scan gestartet hat, muss man die Software für 29,95 € kaufen, um die Fehler zu entfernen. Totaler Blödsinn, denn 1. bietet seriöse kostenpflichte Software meist eine kostenlose (z.B. 30 Tage) Testversion an (z.B. TuneUp Utilities) oder es gibt sogar ganz brauchbare Freeware Alternativen wie z.B. den Crap Cleaner.
Ich habe die Software von TotalesTempo.de mal heruntergeladen und in einer virtuellen Maschine installiert, um mir das ganze mal anzuschauen. Auf genaue Analysen bezüglichen alten DLLs, Spy- und AdAware verzichte ich, Software die gleich 5 Verknüpfungen auf den Desktop erstellt, um noch mehr sinnlose Software zu verkaufen, gehört in diesem Fall eindeutig in den Müll.
Ich bin wirklich froh, dass ich mich persönlich nicht mit solchen Problemen auseinandersetzen muss. Danke, Ubuntu ! OpenSource rockt einfach
PokerStars unter Linux mittels Wine
Hin und wieder spiele ich gerne eine genüssliche Runde Poker bei PokerStars. Leider gibt es keinen PokerClient für Linux, aber mit Wine lässt sich PokerStars ziemlich gut unter Linux spielen. Ich nutze Wine eigentlich nur selten, da meine übrige Windowssoftware eher komplex ist und besser in einer virtuellen Maschine läuft.
Also mal schnell Wine installieren
1 | sudo apt-get install wine |
PokerStars herunterladen
1 | wget http://www.pokerstars.com/PokerStarsInstall.exe |
und anschließend PokerStars installieren
1 | wine PokerStarsInstall.exe |
PokerStars hingegen läuft bis auf einige Kleinigkeiten ziemlich flüssig und fehlerfrei mit Wine. Allerdings stört es mich etwas, dass sich die Tische nicht vergrößern oder verkleinern lassen. Es scheint ein alter Bug zu sein und die Lösung habe ich hier gefunden:
Man öffne die user.ini von PokerStars, bei mir liegt diese beispielsweise hier. Für kleine Änderungen nutze ich meist den konsolenbasierten Texteditor nano, natürlich kann man die Datei auch grafisch mit gedit oder etwas ähnlichem öffnen.
1 | nano /home/finn/.wine/drive_c/Programme/PokerStars/user.ini |
Dem oberen Block “[Options]” fügt man folgende Zeile hinzu:
1 | f5redrawtable=1 |
Speichern, schließen (bei nano Strg+O und Strg+X) und dann PokerStars starten. Nun lassen sich Tische wieder vergrößern, indem man anschließend F5 drückt, dann erscheint der Tisch korrekt dargestellt in der richtigen Größe.
Seitdem ich zum Pokern nicht mehr VirtualBox starten muss, poker ich auch wieder öfter
mfg
Finn
TechniSat Skystar HD2 unter Ubuntu installieren
In meinem noch nicht ganz fertigen Heimserver steckt seit kurzem eine TechniSat SkyStar HD2 DVB-S2 PCI Karte. Leider laufen (noch) nicht alle TV-Karten out-of-the-box, die meinige jedenfalls nicht. Es hat zwar ein paar Tage und einige Google Suchanfragen gebraucht, bis die Karte lief, aber letztendlich war es doch nicht allzu schwierig.
Zuerst schaut man nach, ob die PCI Karte korrekt erkannt wurde:
1 2 | lspci | grep -i dtv 03:06.0 Multimedia controller: Twinhan Technology Co. Ltd Mantis DTV PCI Bridge Controller [Ver 1.0] (rev 01) |
Die SkyStar Karte besitzt den gleichen Chip wie die Twinhan VP1041 oder Azureweve AD-SP 400, deshalb nicht über die Ausgabe von lspci wundern. Wenn diese oder eine ähnliche Ausgabe erscheint, wurde die Karte erkannt.
Als nächstes wird der Treiber heruntergeladen:
1 2 3 4 5 | sudo apt-get update sudo apt-get install mercurial build-essential gcc make libncurses5-dev linux-headers-`uname -r` hg clone http://mercurial.intuxication.org/hg/s2-liplianin/ cd s2-liplianin sudo make menuconfig |
Wählt dort unter “Multimedia Support -> DVB/ATSC Adapters” den Punkt “Firedtv/Floppydtv” ab, ansonsten kommt es eventuell zu einem Fehler beim make Vorgang.
Jetzt sollte sich der Treiber problemlos installieren lassen:
1 2 3 | make sudo make install sudo reboot |
Nach dem Neustart sollte die Karte dann laufen:
1 2 3 4 5 | dmesg | grep -i dvb [ 8.509639] found a VP-1041 PCI DSS/DVB-S/DVB-S2 device on (03:06.0), [ 8.512424] DVB: registering new adapter (Mantis dvb adapter) [ 9.089752] mantis_frontend_init (0): found STB0899 DVB-S/DVB-S2 frontend @0x68 [ 9.090205] DVB: registering adapter 0 frontend 0 (STB0899 Multistandard)... |
Wenn diese Ausgabe erscheint, ist die Karte fertig eingerichtet und Fernsehempfang mit beispielsweise MythTV sollte möglich sein.
mfg
Finn
Update: Die Installation von ntop hätte ich sein lassen sollen. Das Netzwerk Monitoring Programm bekam meiner Ubuntu Installation nicht sehr gut. Ich weiß nicht, ob es sich nicht mit dem Kernel oder mit den Nvidia Treibern vertragen hat, jedenfalls konnte ich Ubuntu nicht mehr booten. Weder mit einem älteren Kernel, weder im Low Graphics Mode und auch die Konsole funktionierte nicht.
Irgendwie hätte man das Problem sicherlich beheben können, aber eine Neuinstallation dauert auch nicht lange und die paar Treiber sind ja schnell installiert. Leider hat nach der Neuinstallation fast nichts funktioniert. Ich habe auch verschiedene Treiber probiert:
1 | hg clone http://jusst.de/hg/v4l-dvb |
oder den hier:
1 | hg clone http://linuxtv.org/hg/v4l-dvb/ |
Die v4l-dvb Treiber wurden zwar korrekt geladen und liefen, aber mit w_scan konnte ich nicht alle Programme finden, es waren etwa 800 Stück, darunter 99% Schrottsender. Beispielsweise konnte ich mit jedem Treiber den RTL Transponder finden, allerdings z.B. Pro Sieben nur mit dem s2-liplianin Treiber.
Dann habe ich etwa 2 Wochen alte s2-liplianin Treiber installiert, da die aktuellen Treiber nicht geladen werden und eine Fehlermeldung bezüglich mantis raushauen.
1 | hg clone -r d37b8ae36051 http://mercurial.intuxication.org/hg/s2-liplianin |
Der s2-liplianin Treiber funktionierte aus folgendem Grund nicht:
1 2 | mantis_core: disagrees about version of symbol ir_input_init mantis_core: Unknown symbol ir_input_init |
Aber es hat sich herausgestellt, dass das Problem inzwischen gefixt wurde.
Jetzt finde ich mit w_scan immerhin wieder alle Programme, die ich haben möchte, insgesamt etwas über 1000 Stück, davon natürlich wieder überwiegend nutzlose Sender. Immerhin läuft die SkyStar HD2 jetzt wieder normal. Ich werde die Entwicklung von s2-liplianin beobachten und dann irgendwann mal den Treiber updaten, wenn das Problem gefixt ist
Update 2: Nachdem ich dachte mit dem aktuellen s2-liplianin Treiber (rev 98c44b3dd343) wieder alle Sender empfangen zu können, gibt es nun das nächste Problem:
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 | [ 14.168953] found a VP-1041 PCI DSS/DVB-S/DVB-S2 device on (03:06.0), [ 14.168955] Mantis Rev 1 [1ae4:0003], irq: 21, latency: 64 [ 14.168956] memory: 0xfbfff000, mmio: 0xffffc900111b6000 [ 14.172920] MAC Address=[00:08:c9:e0:df:3a] [ 14.172941] mantis_alloc_buffers (0): DMA=0x37840000 cpu=0xffff880037840000 size=65536 [ 14.172945] mantis_alloc_buffers (0): RISC=0x37814000 cpu=0xffff880037814000 size=1000 [ 14.172948] DVB: registering new adapter (Mantis dvb adapter) [ 25.790017] mantis_ack_wait (0): Slave RACK Fail ! [ 37.410017] mantis_ack_wait (0): Slave RACK Fail ! [ 47.960018] mantis_ack_wait (0): Slave RACK Fail ! [ 47.960426] _stb0899_read_s2reg ERR(1), Device=[0xf3fc], Base address=[0x00000400], Offset=[0xf334], Status=-121 [ 59.850016] mantis_ack_wait (0): Slave RACK Fail ! [ 59.850427] _stb0899_read_s2reg ERR(1), Device=[0xf3fc], Base address=[0x00000400], Offset=[0xf33c], Status=-121 [ 70.870017] mantis_ack_wait (0): Slave RACK Fail ! [ 70.870426] _stb0899_read_s2reg ERR(1), Device=[0xfafc], Base address=[0x00000800], Offset=[0xfa2c], Status=-121 [ 81.980022] mantis_ack_wait (0): Slave RACK Fail ! [ 81.980433] _stb0899_read_s2reg ERR(1), Device=[0xfafc], Base address=[0x00000800], Offset=[0xfa34], Status=-121 [ 81.980493] stb0899_attach: Attaching STB0899 [ 81.980495] mantis_frontend_init (0): found STB0899 DVB-S/DVB-S2 frontend @0x68 [ 81.980549] stb6100_attach: Attaching STB6100 [ 81.981137] LNBx2x attached on addr=8 [ 81.981140] DVB: registering adapter 0 frontend 0 (STB0899 Multistandard)... [ 81.981199] mantis_ca_init (0): Registering EN50221 device [ 81.981299] mantis_ca_init (0): Registered EN50221 device [ 81.981360] mantis_hif_init (0): Adapter(0) Initializing Mantis Host Interface [ 81.981488] input: Mantis VP-1041 IR Receiver as /devices/virtual/input/input8 [ 82.090022] Mantis VP-1041 IR Receiver: unknown key for scancode 0x0000 [ 82.090025] Mantis VP-1041 IR Receiver: unknown key: key=0x00 down=1 [ 82.190021] Mantis VP-1041 IR Receiver: unknown key: key=0x00 down=0 |
Wenn ich einen DVB-S2 Sender aufrufe, ist kein Empfang mehr möglich und das Mantis Modul scheint nicht mehr zu funktionieren. Das hier spukt dmesg aus:
1 2 | mantis_ack_wait (0): Slave RACK Fail ! _stb0899_read_s2reg ERR(1), Device=[0xf3fc], Base address=[0x00000400], Offset=[0xf334], Status=-121 |
Auf DVB-S2 Sender kann ich auch vorerst verzichten. Vermutlich wird das auch wieder in Kürze gefixt werden…
Wenn bei mir dieses Problem auftritt, hilft es das Mantis Modul neu zu laden:
1 2 | sudo modprobe -r mantis sudo modprobe mantis |
Defekte Pakete neu installieren
Es kann mitunter vorkommen, dass unter Ubuntu bzw. Debian-Systemen Pakete nicht vollständig oder korrekt installiert werden. Warum so etwas passiert, kann ich, wenn ich mich mal als fortgeschrittenen Anfänger in Sachen Linux bezeichnen würde, nicht sagen. Jedenfalls wollte ich neulich per apt-get ein Paket installieren und dabei ist mysteriöserweise der Rechner abgestürzt.
Anschließend ließ sich das Paket weder erneut installieren, benutzen noch entfernen. Auch andere Pakete ließen sich nicht mehr installieren oder entfernen. Die entsprechende Fehlermeldung sah in etwa so aus:
1 2 3 4 5 | dpkg Fehler beim Bearbeiten von paket (--remove) Unterprozess pre-removal script gab den Fehlerwert 2 zurück dpkg Fehler beim Aufräumen Unterprozess post-installation script gab den Fehlerwert 2 zurück Fehler traten auf beim Bearbeiten von paket E Sub-process /usr/bin/dpkg returned an error code (1) |
In diversen Foren bin ich oft auf dieses Problem gestoßen, aber sicherlich hat diese Fehlermeldung unterschiedliche Gründe und deshalb gibt es unterschiedliche Lösungen. Bei einigen half bereits ein simples erzwingen der installation mit dem Parameter “-f”.
1 2 | sudo apt-get update sudo apt-get -f install paket |
Leider funktionierte dies bei mir nicht, irgendwo habe ich dann aber gelesen, dass ein manuelles Herunterladen des Paketes Abhilfe schaffen kann.
1 2 3 4 | sudo apt-get clean sudo aptitude download paket sudo dpkg --unpack ./paket*.deb sudo dpkg --configure paket |
Und siehe da, das Paket konnte erfolgreich installiert werden, die Fehlermeldung verschwand und alles ist wieder normal.
Projekt Heimserver – Teil 1
Einige erinnern sich vielleicht an meinen alten Heimserver im Schrank, dieser war zwar nur ein Windows Server, dessen Hardware ich aufgrund von Defekten oft austauschen musste, aber er hat mir gute Dienste geleistet. Bisher war es ein Low Budget Projekt und defekte Hardware habe ich einfach mit anderer herumliegender Hardware ausgetauscht.
Nachdem mir nun aber die Festplatte kaputt gegangen ist, wird die Hardware knapp. Darum muss mal ein neuer Server her, der aber gleichzeitig eine Art Multimedia-PC bzw. HTPC ist. Auf moutfisch.de wird sich gerade auch so ein Multimedia-PC zusammengebaut.
Ich wollte aber von Anfang an nicht irgendeinen passiv gekühlten Rechner, sondern etwas mit ordentlich Bumms haben! Darum war der alte Server in einem Schrank mit Lüftern, die Geräuschkulisse ist gering und stört eigentlich kaum, der Fernseher befindet sich in der anderen Ecke des Zimmers.
So, was muss dieser Server für mich leisten?
- Ubuntu als Betriebssystem!
- 2 schnelle SATA II Festplatten im RAID 1 für höhere Datensicherheit
- FTP und Samba Server
- Unison Server für Backups u. Synchronisation von Notebook und Desktop-PC
- LAMP Server (Linux Apache MySQL PHP)
- Anschluss an mind. 24″ Monitor, um MythTV um Filme und Fernsehen via DVB-S(2) zu schauen
- OpenSSH Server
Wenn ich mir nicht in den Kopf gesetzt hätte, ausschließlich über den Rechner Fernsehen zu gucken (alter Röhrenfernseher kommt weg, LCD-TV mag ich nicht, darum großer Monitor), würde auch eine etwas einfachere bzw. sparsamere Hardware reichen, aber da ja auch alles auf einmal funktionieren soll, muss es wohl ein AMD Phenom II X4 965 “Black Edition” sein. Gute Kühlung und Overclocking sind auch geplant, falls die 3,4 GHz nicht reichen sollten.
Mit 125 W TDP ist der Phenom II relativ stromhungrig, aber wahrscheinlich werde ich diesen Server nicht 24/7 laufen lassen, je nachdem was er mit Cool ‘n’ Quiet im Durchschnitt verbraucht. Ansonsten werde ich ihn per BIOS einmal täglich hochfahren lassen, damit zumindest Backups vom Notebook und Rechner gemacht werden. Ein paar Wake On Lan Scripts werden den Rest erledigen…
SSD Festplatten sind leider aufgrund meines Budgets nicht möglich, aber die 500 GB WD “Black Series” Festplatten, mit denen ich liebäugel, sind auch nicht gerade langsam und sollten ein flottes hochfahren ermöglichen.
Die Hardware werde ich vermutlich innerhalb der nächsten Woche bestellen, aber ich hoffe das in 2 Wochen dann alles läuft. Spätestens bis Ende November muss alles laufen, da bis dahin der Kabelanschluss gekündigt und die Satellitenschüssel aufgestellt ist und ich keinen normalen SAT-Receiver habe
Verwechslung
Verfasst von Finn unter Terraristik am 2. November 2009
Tja, so wie es aussieht, hat es vor knapp einem Jahr beim Kauf meiner Vogelspinne eine Verwechslung gegeben. Eigentlich hatte ich eine Brachypelma smithi erworben, aber erhalten habe ich eine Brachypelma emilia. Ich habe meine Spinne als winziges Tierchen in der 2. Fresshaut erhalten, da sehen fast alle gleich aus. Ich hatte schon länger Zweifel, aber bei jungen Spinnen kann sich die Färbung noch leicht ändern, aber inzwischen ist es eindeutig.
Vergleicht man nun meine Spinne mit den Bildern von Arachnophilia.de, sieht man es deutlich.
Meine Spinne hat keine Roten Knie wie die B. smithi, sondern eher rote / orange Schenkel. Dann wird auch langsam alles klar, B. emilia wird auch Orangebein-Vogelspinne genannt, macht Sinn. Ich entschuldige mich also für die Verwechslung und hoffe, dass ich niemanden in die Irre geführt habe.
mfg
Finn

