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Ubuntu mit Software-RAID 1 installieren

Ich habe kürzlich zwei neue Festplatten für meinen Heimserver besorgt, um ein RAID 1 System einzurichten. Bei einem RAID 1 werden die beiden (oder auch mehr) Festplatten zu einer zusammengefasst. Die Daten werden dann redundant auf beiden Festplatten gespeichert (Mirroring / Spiegelung). Sollte eine Festplatte ausfallen, so bedeutet dies nicht den Verlust der darauf gespeicherten Daten, denn diese befinden sich ja ebenfalls auf der anderen Festplatte.

An dieser Stelle sei aber erwähnt, dass ein RAID 1 System kein Backup ersetzen kann. Wenn auf irgendeiner unachtsamen Art und Weise Daten gelöscht werden oder verloren gehen, sind sie natürlich auch auf beiden Festplatten nicht mehr vorhanden. Da ich aber beruflich (genauer: nebenberuflich zum Studium) oft auf kaputte Festplatten (defekte Sektoren, kaputte Elektronik, Motorschaden, Headcrash etc.) treffe, habe ich eine gewisse Paranoia entwickelt.

Die folgende Anleitung ist auch auf RAID 0 (Verdopplung der Kapazität und Geschwindigkeit, Ausfall einer Festplatte bedeutet kompletten Datenverlust) oder andere RAID Systeme anwendbar, aber ich schreibe einfach darüber, was ich bei mir gemacht habe.

Ein Software-RAID habe ich aus 2 Gründen gewählt:

  1. Mein Mainboard besitzt keinen echten RAID-Controller
  2. Ein Software-RAID ist unabhängig vom Mainboard bzw. RAID-Controller einsetzbar

Einrichtung des RAID Systems:

Ich beschreibe hier die Einrichtung eines RAID Systems bei einer Neuinstallation von Ubuntu. Diese Anleitung kann ab Ubuntu 9.10 verwendet werden. Ältere Ubuntu Versionen verwenden noch kein GRUB 2, weshalb eine andere Partitionierung notwendig ist.

Das RAID lässt sich zwar auch später einrichten, aber es gleich bei der Installation einzurichten finde ich einfacher. Außerdem ist nichts gegen ein frisches Ubuntu einzuwenden.
Für die Installation wird eine Ubuntu Server CD oder eine Ubuntu Alternate CD benötigt, die man für 10.04.1 hier herunterladen kann. Anschließend wird der Rechner von der CD gestartet und nach der Auswahl der Sprache der Menüpunkt “Ubuntu Installieren” ausgewählt (durch drücken der Eingabetaste).

Nach einigen Angaben über Land, Tastatur, Gebiet und Rechnername landet man bei dem Punkt “Festplatten partitionieren”. Dort wählt man dann “Manuell” aus.

Als nächstes kann man die Festplatten partitionieren.

Hier sieht man die beiden Festplatten (sda und sdb), in diesem Fall befindet sich noch keine Partitionstabelle auf den Festplatten. Um bei einem Festplattenausfall sda und sdb unterscheiden zu können, sollte man sich die Festplatten markieren. SCSI3 ist der erste (oder dritte?) und SCSI4 der zweite (oder vierte, entscheidend ist die Reihenfolge) SATA Anschluss.

Befinden sich bereits Partitionen oder gar Daten auf der Festplatte, müssen die Daten natürlich vorher gesichert werden, da diese verloren gehen werden. Hat man bereits die Festplatten (gleicherweise) partitioniert und möchte diese Partitionen nicht neu erstellen, bitte einfach weiter lesen.

Nun wählt man die erste Festplatte aus. Die Frage, “Neue, leere Partitionstabelle erstellen?” bestätigt man mit ja.

Nachdem die neue Partitionstabelle erstellt wurde, wählt man den freien Speicher aus.

Im nächsten Schritt wählt man dann “Eine neue Partition erstellen” aus, anschließend gibt man die Größe der ersten Partition an. Ich habe lediglich eine root (/) Partition und eine Swap Partition erstellt. Für die erste Partition wähle ich eine “Primäre Partiton”, die am “Anfang” erstellt werden soll.

Dann landet man bei dem Schritt, den Typ und die Verwendung der Partition anzugeben. Bei “Benutzen als” wählt man nicht ext4 oder Ähnliches aus, sondern “physikalisches Volume für RAID”. Dann wird noch mit dem Betätigen der Eingabetaste das “Boot-Flag” gesetzt. Damit wäre die erste Partition für den RAID Verbund fertig, nun kann man das “Anlegen der Partition beenden”.

Dann landet man wieder bei der Übersicht der Partitionen, wo man nun wieder den freien Speicher auswählt.

Nun können nach der gleichen Vorgehensweise weitere Partitionen erstellen werden. Ich habe allerdings nur noch eine Swap Partition eingerichtet. Die Swap Partition werde ich aber nicht zum RAID hinzufügen, da dies meistens eher unwichtig ist. Trotzdem werde ich zwei Swap Partitionen anlegen, die dann automatisch beide von Ubuntu genutzt werden. Die Gesamtgröße des Swaps ergibt sich aus der Summe der Swap Partitionen, die Schreibgeschwindigkeit in den Swap sollte sich damit ebenfalls erhöhen.

Also, zum Erstellen der Swap Partition wählt man wieder den freien Speicher aus und erstellt eine neue Partition. Da nun die Swap Partition die letzte Partition ist, ist es wichtig, dass am Ende der Festplatte ein wenig (128 KB sollten reichen) freier Speicher übrig bleibt, da am Ende der Festplatte Informationen über den RAID Verbund gespeichert werden. Deswegen gibt man bei der Frage nach der Größe der Partition ein bisschen weniger an.

Für weitere Partitionen bzw. diese Swap Partition wählt man eine “logische Partition”, die ebenfalls am “Anfang” des freien Speichers erstellt wird.

Für eine Swap Partition wählt man als Verwendung logischerweise “Auslagerungsspeicher (Swap)”.

Anschließend kann das Anlegen der Partition beendet werden. Damit wäre die erste Festplatte fertig partitioniert. Die zweite Festplatte benötigt nun exakt die gleiche Partitionierung, damit das RAID funktionieren kann. Dazu wählt man nun die zweite Festplatte aus und wiederholt exakt die gleichen Schritte wie bei der ersten Festplatte.

Anschließend sollte die Partitionierung der Festplatten so aussehen:

Wenn die Partitionierung beider Festplatten auf gleiche Weise geschehen ist, kann man das “Software-RAID konfigurieren”. Die Frage, ob die Änderungen auf das Speichergerät geschrieben werden sollen, bestätigt man mit ja, dann gelangt man zu diesem Bildschirm:


Hier kann man nun für jede Partition, die man dem RAID Verbund hinzufügen möchte, ein “MD-Gerät erstellen” (Multiple Devices). Für unser Vorhaben wählen wir anschließend RAID1 aus, die Anzahl der am RAID Verbund beteiligten Geräte (bzw. Partitionen, für dieses Beispiel also 2) und die Anzahl der Reserve-Geräte (hier 0).

Der nächste Schritt ist der interessanteste, hier wählt man die Partitionen aus, die für diesen RAID Verbund genutzt werden sollen:


Mit der Leertaste lassen sich die Partitionen auswählen. Wer bisher noch nicht viel mit Linux Partitionen gearbeitet hat, mag vielleicht ein wenig verwirrt sein. Aber gerade bei nur 2 Partitionen pro Festplatte ist es gar nicht so schwierig zu erkennen, dass sda die erste und sdb die zweite Festplatte ist. Wir möchten jeweils die “raid” Partition einer Festplatte dem RAID Verbund hinzufügen, also wählen wir /dev/sda1 und /dev/sdb1 aus und bestätigen mit “Weiter”.

Wenn man mehrere Partitionen für den RAID Verbund angelegt hat, wiederholt man einfach die letzten Schritte, für dieses Beispiel können wir die Software-RAID Konfiguration mit “Fertigstellen” abschließen.

Wenn bisher alles richtig ausgeführt wurde, sollte das Resultat so aussehen:

Jetzt sind wir auch fast fertig. Der RAID1 Verbund wurde richtig erstellt, aber Ubuntu wüsste noch nichts damit anzufangen, weil wir ihm noch kein Dateisystem zugeteilt haben. Also wählen wir die RAID Partition aus und stellen die Benutzung auf “Ext4 journaling file system” und den Einhängepunkt auf “/”.

Jetzt können wir endlich die “Partitionierung beenden und Änderungen übernehmen”.

Damit ist die Erstellung des RAID 1 Arrays beendet und die Installation fast geschafft. Im nächsten Schritt wird allerdings noch eine wichtige Frage gestellt: “Do you want to boot your system if your RAID becomes degraded?” Hier wird gefragt, ob das System gebootet werden soll, wenn das RAID Array nicht mehr richtig arbeitet, also z.B. eine Festplatte ausfällt. Ich empfehle hier “Nein”, denn wenn das System nur noch mit einer Festplatte problemlos bootet, merkt man schwieriger, dass eine Festplatte ausgetauscht werden muss.

Man kann dies aber auch nachträglich in der Datei /etc/initramfs-tools/conf.d/mdadm ändern. Dazu setzt man den Wert “BOOT_DEGRADED” auf “true” (bootet bei defektem RAID) oder auf “false” (bootet nicht bei defektem RAID).

Anschließend bestätigt man noch einmal, dass die Änderungen auf die Festplatten geschrieben werden sollen und der Rest ist normale Ubuntu Installation.

Überprüfung des RAID Arrays

Nach der Installation sollte man gleich testen, ob das RAID Array auch vernünftig funktioniert. Dies geschieht am besten mit dem Befehl

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cat /proc/mdstat

dessen Ausgabe etwa so aussehen sollte:

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Personalities : [linear] [multipath] [raid0] [raid1] [raid6] [raid5] [raid4] [raid10]
md0 : active raid1 sda1[0] sdb1[1]
7811008 blocks [2/2] [UU]
unused devices: <none>

Hier sieht man, dass md0 ein RAID1 Device ist, dass aus den Partitionen sda1 und sdb1 besteht. Wenn dieses zu sehen ist, dann funktioniert der RAID Verbund.

Wenn eine der Festplatten nun ausfällt, dann sieht man das entweder an der Ausgabe von “cat /proc/mdstat” oder beim nächsten Booten. Die Zeile

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md0 : active raid1 sda1[0] sdb1[1]

wird z.B. so aussehen:

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md0 : inactive raid1 sda1[0]

Wie man sieht, fehlt die Partition sdb1 und damit wäre der Übeltäter schnell erkannt.

Austausch einer defekten Festplatte

Nachdem man die defekte Festplatte ausgetauscht hat, müssen noch einige Schritte vorgenommen werden, um die neue Festplatte in das RAID Array aufzunehmen. Zunächst entfernt man die als defekt erkannte Festplatte aus dem RAID Array.

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mdadm /dev/md0 --remove /dev/sdb1

Nachdem man nun die Festplatte ausgetauscht hat, muss diese noch exakt wie die andere Festplatte partitioniert werden. Am einfachsten erledigt man es mit diesem Befehl:

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sfdisk -d /dev/sda | sfdisk /dev/sdb

Jetzt kann man die Partition wieder dem RAID Array hinzufügen:

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mdadm /dev/md0 --add /dev/sdb1

Seitdem ich ein RAID1 einsetze, kann ich zwar ruhiger schlafen, aber wenn man Vorkehrungen getroffen hat, geht so eine Festplatte ja eh nie kaputt ;-)

sfdisk -d /dev/hdf | sfdisk /dev/hde
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Compiz auf dem Notebook automatisch steuern

Nachdem Compiz bei mir auf dem Notebook endlich vernünftig läuft, habe ich mir Gedanken um meinen sowieso nicht mehr sehr fitten Akku gemacht. Natürlich könnte man Compiz manuell deaktivieren, wenn man per Akku unterwegs ist, aber das ist keine Lösung für faule Geeks.

Lieber setzt man sich hin, grübelt ein wenig und heraus kommt ein Bash Script. Zugegebenermaßen ist es mein erstes Bash Script, deshalb nicht böse sein, falls es nicht funktioniert. Konstruktive Kritik nehme ich gerne an :-)

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#!/bin/bash
while (true)
do
#Akku- oder Netzteilbetrieb ermitteln
AKKU=$(cat /proc/acpi/ac_adapter/AC0/state)
if [ "${AKKU}" = "state:                   on-line" ]; then
# Netzteilbetrieb, laeuft Metacity noch?
PS_METACITY=$(ps -C metacity| grep metacity)
if [ "${PS_METACITY}" ];    then
# Wenn Metacity noch lauft, durch Compiz ersetzten
compiz --replace &
fi
else
# Akkubetrieb, laeuft Compiz noch?
PS_COMPIZ=$(ps -C compiz| grep compiz)
if [ "${PS_COMPIZ}" ]; then
# Wenn Compiz noch laeuft, durch Metacity ersetzen
metacity --replace &
fi
fi
sleep 10s
done

(Hilfe, wieso wollen die TAB Einrückungen nicht?)

Oder das Script zum Download: auto-compiz.sh

Das Script muss natürlich noch ausführbar gemacht werden, das habe ich früher immer vergessen und mich jedes mal wieder geärgert ;-)

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chmod a+x auto-compiz.sh

Anschließend kann man das Script in den Autostart (System – Einstellungen – Startprogramme) eingetragen werden, z.B. so:

Es gibt auch andere Wege, das Script automatisch zu starten, z.B. über die /etc/rc.local, aber ich habe mich eben hierfür entschieden. Ich hoffe es läuft bei euch, bei mir tut es das jedenfalls.

mfg
Finn

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Bugfix: Fenster wiederherstellen mit Compiz und ATI langsam

Vielen läuft sicherlich ein kalter Schauer über den Rücken, wenn sie die Worte “ATI” und “Compiz” in einem Satz hören. Die Unterstützung für ATI Grafikkarten unter Linux hat sich in den letzten Jahren aber wesentlich verbessert. Sowohl mit den freien als auch mit dem proprietären Treibern habe ich schon lange keine Probleme gehabt.

Allerdings habe ich bisher nie Compiz benutzt, erstens weil es überwiegend nur eine Spielerei ist und zweitens weil das Wiederherstellen minimierter Fenster sehr langsam war. Allgemein schien mir alles etwas langsamer zu sein. Kürzlich habe ich dann den entsprechenden Bug-Report bei Launchpad herausgesucht.

Tja, und das ist es, was ich an Open Source Software so liebe: Bevor man das Problem genauer untersuchen kann, stellt sich heraus, dass andere schon an der Lösung des Problems arbeiten. In diesem Fall ist das Problem schon lange bekannt und inzwischen gibt es einen Bugfix (für Xorg X-Server 1.7.6) in Form eines PPA.

Die Installation gelingt damit sogar jemandem wie mir :-)
(Achtung! Fremdquellen können das System gefährden! Nervig, aber na ja, ihr wisst schon…

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sudo add-apt-repository ppa:info-g-com/xserver-xorg-1.7.6-gc
sudo apt-get update
sudo apt-get upgrade

Bei mir (Lucid Lynx) läuft Compiz jetzt (augenscheinlich) genauso flüssig wie Metacity, sehr schön! Ich bin mal gespannt, wie lange es dauert, bis dies in ein normales Ubuntu Update einfließt. Ich muss zugeben, dass ich momentan noch kein aktiver Teil der Open Source Gemeinde bin, deshalb habe ich schlicht keine Ahnung, wie lange so etwas dauert und welche Schritte genau da hinter stecken.

Also nochmal Danke an alle, die mir ein flüssiges Compiz ermöglicht haben und überhaupt geile Open Source Software programmieren!

mfg
Finn

ppa:info-g-com/xserver-xorg-1.7.6-gcppa:info-g-com/xserver-xorg-1.7.6-gcppa:info-g-com/xserver-xorg-1.7.6-gc
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Platzsparende Backups mit rsnapshot

Ich weiß nicht, wie viele Beiträge ich schon zum Thema Backups und Datensicherung geschrieben habe, aber ich habe schon jede Menge Programme ausprobiert. Jetzt habe ich auf meinem Server rsnapshot im Einsatz, dass sich per SSH und rsync die Daten von meinem Notebook holt. Dank Gigabit kann ich das Backup sehr großzugig gestalten, aber auch per WLAN geht das ziemlich zügig, denn das Besondere an rsnapshot ist, dass es in jedem Backup nur veränderte Daten speichert. Zu unveränderten Dateien wird ein Hardlink erstellt, so dass man ohne allzu großen Platzbedarf mehrere Backups eines Systems speichern kann.

Bei der Installation habe ich mich an diesem Artikel im Ubuntuusers Wiki orientiert, er enthält eigentlich alles nötige was man über die Konfiguration wissen muss. Auf bereits dort genanntes werde ich auch nicht näher eingehen. Allerdings hatte ich anfangs Probleme rsnapshot zum Laufen zu kriegen, da ich das Backup meines Notebook schließlich per Netzwerk auf meinem Server speichern möchte. Das Backup auf eine gemountete Samba Freigabe zu speichern ist jedenfalls nicht zu empfehlen, da cifs anscheinend Probleme mit Dateirechten hat:

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/bin/cp: Erhalten der Zugriffsrechte für „/media/Backup/daily.1/finn-laptop/sbin“: Permission denied

Also wollte den Dateitransfer per SSH erledigen. Leider unterstützt rsnapshot nur das Speichern auf lokalen Datenträgern, also habe ich den Spieß umgedreht und rsnapshot auf dem Server installiert und einen SSH Server auf meinem Notebook installiert.

Weil ich aber mehr als nur mein /home Verzeichnis sichern möchte, muss ich auf meinem Notebook den Root Account aktivieren. Unter Ubuntu ist der Root Account standardmäßig deaktiviert, schließlich kann man damit auch schnell sein System kaputt machen, wenn man nicht aufpasst, was man tut. Möchte man ein Programm als Root Ausführen, gibt es dafür den sudo Befehl. Um den Root Account zu aktivieren, verpasst man ihm einfach ein Passwort:

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sudo passwd root

Die entsprechende Backup-Zeile in der Konfigurationsdatei /etc/rsnapshot.conf sieht dann z.B. so aus:

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backup    root@finn-laptop.local:/    finn-laptop/

An dieser Stelle ist zu erkennen, dass ich eine Sicherung des kompletten Dateisystems vornehmen möchte. Diese wird dann im snapshot_root im Ordner finn-laptop auf dem Server gespeichert. Damit rsnapshot auch SSH benutzen kann, muss der Pfad dazu in der rsnapshot.conf eingetragen werden:

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cmd_ssh        /usr/bin/ssh

Außerdem wird im oben genannten Wiki Artikel erwähnt, wie man rsnapshot mit anacron automatisiert. Aber damit Backups per SSH ohne Eingabe des Root Passworts auch automatisch laufen können, muss man ein Schlüsselpaar für den SSH Server (in meinem Fall ist das mein Notebook) erstellen:

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finn@finn-laptop:~$ sudo ssh-keygen -t rsa
Generating public/private rsa key pair.
Enter file in which to save the key (/root/.ssh/id_rsa):
Created directory '/root/.ssh'.
Enter passphrase (empty for no passphrase): [---leer lassen---]
Enter same passphrase again: [---leer lassen---]
Your identification has been saved in /root/.ssh/id_rsa.
Your public key has been saved in /root/.ssh/id_rsa.pub.
The key fingerprint is:
...
The key's randomart image is.....

Für diesen Zweck ist es leider notwendig, den Schlüssel ohne ein Passwort zu erstellen.

Als nächstes kopiert man den öffentlichen Schlüssel des Root Benutzers auf den Client (also eigentlich mein Server, dort läuft rsnapshot). Vorher sind allerdings ein paar Einstellungen in der sshd_config nötig:

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sudo nano /etc/ssh/sshd_config

Erstens muss der Root Zugriff per SSH erlaubt werden:

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PermitRootLogin yes

Für das Übertragen muss des Schlüssels muss das Einloggen per Passwort möglich sein, nach der Übertragen deaktiviert man dies wieder:

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PasswordAuthentication yes

Dann kann der Schlüssel kopiert werden:

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finn@finn-server:~$ sudo ssh-copy-id -i ~/.ssh/id_rsa.pub root@finn-laptop.local
[sudo] password for finn:
root@finn-laptop.local's password:
Now try logging into the machine, with "ssh 'root@finn-laptop.local'", and check in:
.ssh/authorized_keys
to make sure we haven't added extra keys that you weren't expecting.
### Ab hier kann PasswordAuthentication wieder auf no gesetzt werden.
finn@finn-server:~$ ssh root@finn-laptop.local
root@finn-laptop:~#

Mit anacron lässt sich das ganze auch automatisieren, allerdings weiß ich noch nicht, was passiert, wenn rsnapshot gestartet wird, aber mein Notebook ausgeschaltet ist. Falls mir jemand sagen kann, wie anacron da reagiert und ob Backups eventuell ausgelassen werden, wäre ich sehr dankbar.

Heute habe ich keine Lust mehr, mich damit zu beschäftigen ;-)

mfg
Finn

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PokerStars unter Linux mittels Wine

Hin und wieder spiele ich gerne eine genüssliche Runde Poker bei PokerStars. Leider gibt es keinen PokerClient für Linux, aber mit Wine lässt sich PokerStars ziemlich gut unter Linux spielen. Ich nutze Wine eigentlich nur selten, da meine übrige Windowssoftware eher komplex ist und besser in einer virtuellen Maschine läuft.

Also mal schnell Wine installieren

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sudo apt-get install wine

PokerStars herunterladen

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wget http://www.pokerstars.com/PokerStarsInstall.exe

und anschließend PokerStars installieren

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wine PokerStarsInstall.exe

PokerStars hingegen läuft bis auf einige Kleinigkeiten ziemlich flüssig und fehlerfrei mit Wine. Allerdings stört es mich etwas, dass sich die Tische nicht vergrößern oder verkleinern lassen. Es scheint ein alter Bug zu sein und die Lösung habe ich hier gefunden:

Man öffne die user.ini von PokerStars, bei mir liegt diese beispielsweise hier. Für kleine Änderungen nutze ich meist den konsolenbasierten Texteditor nano, natürlich kann man die Datei auch grafisch mit gedit oder etwas ähnlichem öffnen.

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nano /home/finn/.wine/drive_c/Programme/PokerStars/user.ini

Dem oberen Block “[Options]” fügt man folgende Zeile hinzu:

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f5redrawtable=1

Speichern, schließen (bei nano Strg+O und Strg+X) und dann PokerStars starten. Nun lassen sich Tische wieder vergrößern, indem man anschließend F5 drückt, dann erscheint der Tisch korrekt dargestellt in der richtigen Größe.

Seitdem ich zum Pokern nicht mehr VirtualBox starten muss, poker ich auch wieder öfter ;-)

mfg
Finn

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Defekte Pakete neu installieren

Es kann mitunter vorkommen, dass unter Ubuntu bzw. Debian-Systemen Pakete nicht vollständig oder korrekt installiert werden. Warum so etwas passiert, kann ich, wenn ich mich mal als fortgeschrittenen Anfänger in Sachen Linux bezeichnen würde, nicht sagen. Jedenfalls wollte ich neulich per apt-get ein Paket installieren und dabei ist mysteriöserweise der Rechner abgestürzt.

Anschließend ließ sich das Paket weder erneut installieren, benutzen noch entfernen. Auch andere Pakete ließen sich nicht mehr installieren oder entfernen. Die entsprechende Fehlermeldung sah in etwa so aus:

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dpkg Fehler beim Bearbeiten von paket (--remove)
Unterprozess pre-removal script gab den Fehlerwert 2 zurück
dpkg Fehler beim Aufräumen
Unterprozess post-installation script gab den Fehlerwert 2 zurück Fehler traten auf beim Bearbeiten von paket
E Sub-process /usr/bin/dpkg returned an error code (1)

In diversen Foren bin ich oft auf dieses Problem gestoßen, aber sicherlich hat diese Fehlermeldung unterschiedliche Gründe und deshalb gibt es unterschiedliche Lösungen. Bei einigen half bereits ein simples erzwingen der installation mit dem Parameter “-f”.

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sudo apt-get update
sudo apt-get -f install paket

Leider funktionierte dies bei mir nicht, irgendwo habe ich dann aber gelesen, dass ein manuelles Herunterladen des Paketes Abhilfe schaffen kann.

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sudo apt-get clean
sudo aptitude download paket
sudo dpkg --unpack ./paket*.deb
sudo dpkg --configure paket

Und siehe da, das Paket konnte erfolgreich installiert werden, die Fehlermeldung verschwand und alles ist wieder normal.

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Juhu! Exotische Linux-Applikationen

Viele Menschen schrecken vor einem Umstieg auf Linux zurück, weil Sie oft nicht ihre gewohnten Programme nutzen können und Alternativen entweder nicht bekannt oder unzufrieden stellend sind. Ich bin vor etwa 1,5 Jahren auf Ubuntu umgestiegen. Inzwischen nutze ich zu 99 % Linux. Inzwischen habe ich für fast alle Tätigkeiten ein Programm gefunden, aber seit gestern bin ich wieder ein ganzes Stück schlauer geworden.

Das Ergebnis einer genialen Blog-Parade sind 36 exotische Linux-Applikationen aus verschiedenen Bereichen. Viele Programme sind mir neu, einige kenne ich bereits und andere nutze ich schon. Besonders der simple, aber sinnvoll konfigurierbare Image Viewer Geeqie gefällt mir. Eigentlich habe ich genau so etwas gesucht, denn mit 2-3 Einstellungen kann ich mir meine Bilder so anschauen, wie ich möchte. Geany nutze ich schon länger für PHP, HTML, CSS und auch Unison ist bei mir täglich zwecks Backup und Datensynchronisation im Einsatz. Da ich kein allzu künstlerisches Auge habe, hilft der Farbwähler Agave mir die richtigen Farben zu finden, praktisch. Im Moment schaue ich mir LabPlot an, bisher sehen meine Diagramme ganz anschaubar aus.

Sowohl erfahrene Benutzer als auch Linux Neulinge sollten auf jeden Fall einen Blick auf die Applikationen werfen, vielleicht ist ja das eine oder andere dabei.

mfg
Finn

PS: Ich bin nicht drum herum gekommen sl auszuprobieren…

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Tethering mit dem HTC Magic unter Ubuntu

Neulich habe ich mich gefragt, wie man mit dem HTC Magic unter Ubuntu mobil ins Internet kommen könnte. Meistens wird ein gerootetes Magic benötigt, das hätte ich noralerweise schon zehn mal gemacht, aber diesmal will ich nur ein funktionierendes Handy ohne viel herumspielerei.

Zwei Entdeckungen haben mich schnell zum Erfolg gebracht: Zum einen das App Azilink und zum anderen eine passende Anleitung dazu. Eigentlich brauche ich der Anleitung nichts mehr ergänzen. Ist das Tethering einmal eingerichtet, braucht man nur noch das Magic mit dem Notebook per USB verbinden, Azilink einschalten und mit einem Befehl im Terminal das ganze starten. 

mfg
Finn

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bareFTP – schicker Gnome FTP Client

Ich habe schon diverse FTP Clients unter Ubuntu ausprobiert, war bisher aber nie wirklich zufrieden. gFTP finde ich sehr gewöhnungsbedürftig und stürzt hin und wieder ab und FileZilla oder KFTPGrabber sagen mir auch nicht unbedingt zu. Gerade eben bin ich aber über bareFTP gestolpert.

bareFTP

Neben dem auf der Seite angebotenem Source Code gibt es für einige Distributionen wie z.B. Ubuntu, openSUSE oder Fedora eine kleine Installationsanleitung. Unter Ubuntu sind die Einträge in die sources.lst schnell erledigt und als erstes ist mir das schön schlanke Aussehen von bareFTP aufgefallen. Das ist auch kein Wunder, denn bareFTP ist noch kein Jahr alt. Trotzdem sind alle wichtigen Funktionen zum Verbinden und Dateitransfer vorhanden. Die Bedienung ist dank Drag ‘n’ Drop recht einfach und seine wichtigsten Server kann man als Lesezeichen speichern. bareFTP unterstützt FTP, FTP over SSL/TLS (FTPS) und SFTP.

Für mich ist bareFTP ein guter FTP Client mit viel Potenzial, der jetzt schon die wichtigsten Funktionen bietet, um vernünftig mit einem FTP Server zu arbeiten.

mfg
Finn

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