Windows Product Key mit Linux herausfinden

Gerade Notebookbesitzer haben ein Problem: Man installiert sein Windows neu, gelangt zu dem Schritt wo man den Windows Product Key (auch Seriennummer, Lizenzschlüssel oder wie auch immer genannt) eingeben soll, dreht sein Notebook um und man stellt fest, dass die Nummer durch Abrieb nicht mehr zu lesen ist. Bestimmt ist es Absicht von Microsoft, dass minderwertiges Papier eingesetzt wird, warum wird der Aufkleber nicht mit einer dünnen Kunststoffschicht überzogen?

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Ich und Arch Linux

Vor einigen Jahren, als mein Interesse an Linux wieder einmal aufloderte, habe ich den Versuch gestartet und Ubuntu auf meinem Notebook installiert. Mein Ziel war es, mich daran zu gewöhnen und anstatt Windows zu starten (Dual Boot oder VM) Alternativen in der GNU / Linux Welt zu finden. Inzwischen benutze ich privat ausschließlich Ubuntu.

Damals war Ubuntu scheinbar genau das richtige Betriebssystem für mich. Nicht zu kompliziert, eine sehr große Community und eine gute Möglichkeit, die GNU / Linux Welt näher kennen zu lernen. Ubuntu läuft bei mir auf einem Heimserver und einem vServer in einem Rechenzentrum, womit ich auch immer noch zufrieden bin. Auf meinem Notebook lief bis vor kurzem Ubuntu 11.04 mit GNOME3. Im Prinzip war ich damit zufrieden, GNOME3 gefällt mir sehr gut und an Ubuntu bin ich sehr gewöhnt. Allerdings geht es mir wahrscheinlich wie vielen anderen, die Ubuntu bzw. die dahinter steckende Firma Canonical inzwischen mit kritischen Augen betrachten. Dabei geht es mir nicht nur um Marketing oder die Einführung von Unity, sondern um diese gewisse Art der Bevormundung bei Ubuntu. Ich möchte ein Betriebsystem haben, dass ich ganz genau an meinen Bedürfnisse anpassen kann und mir alle Möglichkeiten offen lässt.

Schon länger schwirrt mir Arch Linux im Kopf herum, aber ich habe mich damit nie genauer beschäftigt. Ich hab eher damit gerechnet, dass ich Tage oder sogar Wochen brauchen werde, bis ich überhaupt eine funktionierende Arch Linux Installation haben werde. Also fing ich an zu lesen…

Zuerst habe ich viel im Wiki gestöbert. Dort habe ich auch einen Link zu dem frei verfügbarem Buch “Arch Linux – Die Grundinstallation und mehr” gefunden. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an den Autor Farid Mésbahi und natürlich auch an alle, die am Wiki beteiligt waren.

Ich habe das Buch in relativ kurzer Zeit verschlungen, was kein Problem ist, da es recht verständlich geschrieben ist. Natürlich muss man für Arch Linux gewisse Grundkenntnisse über Linux und die Shell mitbringen, aber theoretisch kann ja jeder alles lernen. Der größte Unterschied zu Ubuntu oder den meisten anderen Distributionen ist wohl, dass man keine grafisch-bunte Klick-dich-durch-Installationsroutine hat, sondern ein schlichtes Setup Menü. Nach erfolgter Installation hat man ein voll funktionstüchtiges Linux, allerdings ohne grafische Oberfläche, denn die kann man sich selbst aussuchen.

Der Paketmanager pacman kommt einem gar nicht so fremdartig vor, wenn man von Debian / Ubuntu das apt-get gewohnt ist. Ich kann mich jedenfalls nicht daran erinnern, wann ich das letzte mal eine Anwendung über das Software Center installiert habe. Ich möchte nicht ins Detail gehen, aber wie erwartet (und gewünscht) musste ich vieles selber machen:

  • X installieren und konfigurieren
  • GDM, GNOME3 und die Shell installieren
  • ACPI und automatische CPU Taktung zum Laufen bekommen
  • Module und Daemons installieren und in /etc/rc.conf eintragen
  • aus Gewohnheit habe ich mir der /etc/sudoers hinzugefügt ;-) (sudo vorher installieren)
  • GRUB2 habe ich bei einem Test in einer VM nicht zum Laufen bekommen, vorerst verwende ich also GRUB Legacy (Standard)

Ich bin mir sicher, dass ich noch über einige Sachen gestolpert bin, die ich selbst recherchieren musste, aber das habe ich schon wieder alles vergessen. Ich werde wohl mal ein paar Alte Rechner mit Arch Linux und ein paar ausgefallenen WMs bestücken, durch die Routine lernt man am besten.

Noch bin ich kein “Arch Profi” und werde es vielleicht auch nie werden, aber ich komme erstaunlich gut mit dieser Distribution zurecht, was zu einem großes Teil wohl auch der guten Community zu verdanken ist. Irgendwelche Tutorials werdet ihr wohl auch nicht von mir sehen, aber vermutlich wird es zukünftig weniger Ubuntu und mehr Arch Themen hier geben.

Jetzt zeigt WordPress mir schon wieder um die 600 Wörter an und dabei wollte ich doch nur erwähnen, dass ich jetzt auch ein Arch Linux Nutzer bin ;-)

mfg
Finn

Ubuntu 11.04 + GNOME3

Seit April nutze ich nun die aktuelle Ubuntu Version 11.04 Natty Narwhal auf meinem Notebook und war eigentlich recht zufrieden. Mir gefällt zwar das neue Konzept von Unity, aber 100%ig zufrieden war ich dennoch nicht. Darum dachte ich, dass es mal an der Zeit ist, GNOME3 zu testen. Dazu hätte ich mir Fedora 15 oder Ubuntu GNOME Remix installieren können, aber ich wollte gerne bei Ubuntu bleiben und auch nicht neu installieren. Schon seit Monaten schwirrt eine Anleitung zu einer Paketquelle für Ubuntu 11.04 herum, allerdings ist einiges zu beachten:

  • GNOME3 ersetzt Unity und GNOME2 / Ubuntu Classic
    Ein schlichtes Deinstallieren von GNOME3 reicht nicht aus, um zum alten Zustand zurückzukehren.
  • GNOME3 läuft mit ATI Karten und dem proprietären ATI Treiber nur schlecht, es kommt zu vielen Grafik- und Renderingfehlern
  • und generell kann ja theoretisch alles schief gehen ;-)

Ich beschreibe einfach mal, was ich gemacht habe, um ein benutzbares Ubuntu mit GNOME3 zu erhalten. Nachmachen auf eigene Gefahr. Es ist sehr empfehlenswert, eine komplette Datensicherung zu machen, falls ihr dies auf einem Produktivsystem ausprobieren wollt. Das geht am einfachsten mit dd.

GNOME3 Paketquelle hinzufügen und installieren:

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sudo add-apt-repository ppa:gnome3-team/gnome3
sudo apt-get update
sudo apt-get dist-upgrade
sudo apt-get install gnome-shell

Laut diesem Beitrag im Ubuntuusers Forum kann folgendes noch notwendig sein:

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sudo apt-get remove gnome-accessibility-themes
sudo apt-get install gnome-themes-standard

Nach einem Neustart wird sich GNOME3 präsentieren, zu beachten ist aber noch, dass man beim Einloggen “GNOME” ausgewählt hat.

Open Source Treiber statt proprietären Treiber benutzen:

Weil ATI/AMD mal wieder nicht zu Potte kommt und das Problem mit dem Treiber nicht gefixt bekommt (Schande über euch!), muss man den freien ATI Treiber “radeon” verwenden. Öffnet dazu jockey (“Zusätzliche Treiber”) und entfernt den proprietären ATI Treiber. Der quelloffene Treiber wird wohl nicht eine so große Performance wie der von ATI haben, aber für GNOME3 reicht es bei mir locker. Spiele habe ich noch nicht getestet, aber ich spiele eh so gut wie gar nicht.

Stromverbrauch und Hitzeentwicklung reduzieren:

Ein Nachteil an dem freien Treiber ist die geringere Effizienz, die Grafikkarte verbraucht also mehr Strom und produziert dadurch mehr Wärme. Bei meiner Mobility HD2600 hat ein Test meinerseits letztes Jahr gezeigt, dass der freie Treiber 10W mehr verbraucht. Laut

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sensors

liegt die Temperatur meiner Grafikkarte bei ca. 50°C.

Im overclock.net Forum habe ich dann eine Möglichkeit gefunden, den Stromverbrauch des freien Treibers etwas zu reduzieren. Dazu verändert man das Power Management der Karte, es stehen die Profile default, low, mid, high und auto zur Verfügung. Ich habe vorerst auto gewählt, was bewirkt, dass im Akkubetrieb das Profil low und im Netzbetrieb das Profil high benutzt wird. Falls mir mein Notebook im Netzbetrieb zu warm wird, werde ich wohl das Profil low dauerhaft verwenden.

Das Profil muss bei jedem Systemstart gesetzt werden, also fügen wir der /etc/rc.local eine Zeile hinzu:

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echo auto > /sys/class/drm/card0/device/power_profile

Nach einem Neustart macht sich das ganze dann bemerkbar und meine GPU Temperatur ist um 10°C auf jetzt nur noch 40°C gesunken. Genaue Stromverbrauchswerte werde ich demnächst nachliefern, PowerTOP scheint nicht so ganz zuverlässig zu sein und ich verwende lieber ein Wattmeter.

…und fertig!

Viel Spaß mit GNOME3!

mfg
Finn

 

http://forum.ubuntuusers.de/topic/gnome-3-unter-ubuntu-11-04-natty-narwhal-nachi/

Natty Stromverbrauch senken mit Kernel 2.6.37

Das ist heute schon mein zweiter Beitrag, der sich mit der aktuellen Ubuntu Version 11.04 Natty Narwhal beschäftigt. Was mich daran nämlich am meisten stört ist der etwas höhere Stromverbrauch. Deswegen verfolge ich ja schon länger den Bug #760131, dort hat der letzte Kommentator (#37) einen Lucid Kernel unter Natty kompiliert und stellt eine deutlich höhere Akkulaufzeit fest.

Tja, wenn im neuen Kernel nichts gefixt wurde, nimmt man halt den alten Kernel, in dem das Problem noch nicht bestand. Ganz so weit muss man da nicht zurückgehen, schließlich ist das Problem erst mit dem 38er Kernel gekommen. Glücklicherweise gibt es für Natty einen Mainline-Kernel im .deb Paket, der sich einfach installieren lässt:

Für 32 Bit Natty:

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wget http://kernel.ubuntu.com/~kernel-ppa/mainline/v2.6.37.6-natty/linux-headers-2.6.37-02063706-generic_2.6.37-02063706.201103281005_i386.deb
wget http://kernel.ubuntu.com/~kernel-ppa/mainline/v2.6.37.6-natty/linux-headers-2.6.37-02063706_2.6.37-02063706.201103281005_all.deb
wget http://kernel.ubuntu.com/~kernel-ppa/mainline/v2.6.37.6-natty/linux-image-2.6.37-02063706-generic_2.6.37-02063706.201103281005_i386.deb
sudo dpkg -i linux-*

Für 64 Bit Natty:

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wget http://kernel.ubuntu.com/~kernel-ppa/mainline/v2.6.37.6-natty/linux-headers-2.6.37-02063706-generic_2.6.37-02063706.201103281005_amd64.deb
wget http://kernel.ubuntu.com/~kernel-ppa/mainline/v2.6.37.6-natty/linux-headers-2.6.37-02063706_2.6.37-02063706.201103281005_all.deb
wget http://kernel.ubuntu.com/~kernel-ppa/mainline/v2.6.37.6-natty/linux-image-2.6.37-02063706-generic_2.6.37-02063706.201103281005_amd64.deb
sudo dpkg -i linux-*

Nach einem Neustart kommt man mit der Shift Taste ins GRUB 2 Menü und kann dort den älteren Kernel starten. Möchte man den Kernel als Standard setzen, kann man dies in der /etc/default/grub oder /boot/grub/grub.cfg erledigen. Alternativ kann auch das Programm Startupmanager installiert werden:

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sudo apt-get install startupmanager

Gefühlt habe ich eine längere Akkulaufzeit als mit dem 38er Kernel, den Werten von PowerTOP vertraue ich allerdings nicht mehr. Ein Wattmeter in der Steckdose sagt mit 32 Watt im Idle (37er Kernel) und 35 Watt im Idle (38er Kernel). Immerhin ein kleiner Fortschritt. Im Idle steigt die CPU Temperatur nicht über 40°, mit dem 38er Kernel waren es normalerweise immer über 40°C.

mfg
Finn

Natty + 2.6.39 + fglrx

Auch wenn das Release von Ubuntu 11.04 Natty Narwhal schon ein wenig her ist, es wurde viel diskutiert und wird immer noch. Mich interessiert aber nicht, ob jemandem Unity gefällt oder nicht, sondern als Notebook Nutzer interessiert mich viel mehr der Stromverbrauch des Systems. Der ist bei Natty Narwhal nämlich enorm gestiegen, was aber nicht an den Ubuntu Entwicklern, sondern am Linux Kernel 2.6.38, der bei 11.04 Verwendung findet. Somit sind also auch andere aktuelle Linux Distributionen betroffen.

Nachlesen kann man das ziemlich gut bei Phoronix, aber auch ohne Englisch-Kenntnisse sind die Grafiken aussagekräftig genug. Kurz gesagt hat der Kernel bis zur Version 2.6.37 vergleichsweise wenig bzw. normal viel Strom verbraucht, ab Version 2.6.38 ist ein deutlicher Anstieg des Stromverbrauchs zu sehen. In einem Artikel von Mittwoch zeigt Phoronix, dass sich auch mit dem Kernel 2.6.39, der kürzlich fertiggestellt wurde, nicht wirklich etwas geändert hat. Seit längerem beobachte ich deswegen schon Bug #760131 bei Launchpad, ein Kommentator (#27) berichtet, dass mit dem Kernel 2.6.39 wieder ein normaler Stromverbrauch bzw. wieder weniger Wakeup Events festzustellen sind.

Messen lässt sich das recht brauchbar mit dem Programm powertop, welches in den Ubuntu Quellen enthalten ist. Je öfter der Prozessor wegen eines Programms aufwachen muss, desto höher ist logischerweise der Stromverbrauch. Ich bin keineswegs ein Kernel Profi, aber wenn sich mal ein Kernel nicht starten lassen sollte, kann man ja wieder den alten starten und den defekten Kernel wieder löschen. Daher bitte ich diesen Beitrag nicht als sofort-ausprobieren-Anleitung zu verstehen, vielmehr bin ich beim installieren des neuen Kernels auf ein Problem gestoßen, welches ich hier kurz erklären möchte.

Den Kernel habe ich über eine Fremdpaketquelle installiert (https://launchpad.net/~kernel-ppa/+archive/ppa), gerne kann man aber auch auf kernel.org den aktuellsten herunterladen und selbst kompilieren. Das Problem an dem aktuellen Kernel ist, dass dieser noch nicht von fglrx unterstützt wird und deshalb eine gepatchte fglrx Version her muss: https://launchpad.net/~ubuntu-x-swat/+archive/x-updates

Nach Aktualisierung von fglrx lässt sich dann auch der aktuelle Kernel kompilieren. Leider besteht der power consumption Bug ja immer noch, aber ausprobieren wollte ich es dennoch. Im Schnitt scheinen ein paar weniger Wakeup Events aufzutreten, aber das macht keinen großen Unterschied. Ich probiere schon länger mit dem 39er Kernel herum, weil ich gehofft hatte, dass der Bug behoben wird. Phoronix kam mir natürlich zuvor und hat gezeigt, dass der Bug immer noch da ist. Schade.

Aber ich dachte mir, vielleicht gibt es ja jemanden, der trotzdem an dem aktuellen Kernel interessiert ist, darum habe ich diesen Artikel zu Ende geschrieben. Viel Spaß :-)

mfg
Finn

Pino – schlanker Identi.ca Client

Seit vergleichsweise kurzer Zeit bin ich bei Identi.ca angemeldet. Bisweilen habe ich dafür den Standard Client Gwibber unter Ubuntu verwendet. Sehr aktiv bzw. expressionistisch bin ich zwar nicht, aber ich bin recht angetan. Allerdings ist mir bei Gwibber aufgefallen, dass mit steigender Nachrichtenanzahl auch der Arbeitsspeicher-Verbrauch stark ansteigt, teilweise bis zu hunderte Megabyte.

Als brauchbare alternative habe ich jetzt Pino für mich entdeckt, ein kleiner und schlanker Client für Twitter und Identi.ca, welcher mit vergleichsweise wenig Ressourcen auskommt.

Für die Installation muss man (natürlich auf eigene Gefahr) zwei Paketquellen einbinden, einmal für Pino selbst und für eine Abhängigkeit:

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sudo add-apt-repository ppa:vala-team/ppa
sudo add-apt-repository ppa:troorl/pino
sudo apt-get update
sudo apt-get install pino

Viel Spaß damit!

ppa:vala-team/ppa

Canon LiDE 110 & 210 unter Ubuntu

Ich bin kein großer Freund von Multifunktionsdruckern, weil mein Canon PiXMA iP4300 gute Dienste leistet und ich für diesen Drucker sehr günstige Patronen erhalten kann. Leider hat mein uralter HP Scanner den Geist aufgegeben und zügig musste ein neuer her.

Die Wahl fiel auf den Flachbettscanner Canon LiDE 110, welcher mit 2400 dpi mal 4800 dpi, einer allgemein guten Bildqualität und vernünftiger Geschwindigkeit meinen Vorstellungen entspricht. Dieser Scanner wird laut SANE Datenbank komplett unterstützt. Allerdings läuft er unter Ubuntu (in meinem Fall 10.10) nicht out-of-the-box.

Inzwischen gibt es eine Paketquelle mit einer aktuellen Version von sane-backends, die einige Fixes (u.a. für den LiDE 110) enthält. Somit ist keine große Frickelei mehr nötig:

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sudo add-apt-repository ppa:plaxx/random-fixes
sudo apt-get update
sudo apt-get install libsane sane-utils

Und anschließend neustarten. Mit

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sane-find-scanner

kann man überprüfen, ob der Scanner erkannt wurde.

Alleine komme ich natürlich nicht auf sowas, gefunden unter ubuntuforums.org :-)

mfg
Finn

UPDATE (19.05.2011): Ich habe gerade festgestellt, dass mein Canon LiDE 110 unter Ubuntu 11.04 Natty Narwhal out-of-the-box läuft. Für nutzer aktueller Ubuntu Versionen ist diese Vorgehensweise also nicht mehr notwendig!

Ubuntu mit Software-RAID 1 installieren

Ich habe kürzlich zwei neue Festplatten für meinen Heimserver besorgt, um ein RAID 1 System einzurichten. Bei einem RAID 1 werden die beiden (oder auch mehr) Festplatten zu einer zusammengefasst. Die Daten werden dann redundant auf beiden Festplatten gespeichert (Mirroring / Spiegelung). Sollte eine Festplatte ausfallen, so bedeutet dies nicht den Verlust der darauf gespeicherten Daten, denn diese befinden sich ja ebenfalls auf der anderen Festplatte.

An dieser Stelle sei aber erwähnt, dass ein RAID 1 System kein Backup ersetzen kann. Wenn auf irgendeiner unachtsamen Art und Weise Daten gelöscht werden oder verloren gehen, sind sie natürlich auch auf beiden Festplatten nicht mehr vorhanden. Da ich aber beruflich (genauer: nebenberuflich zum Studium) oft auf kaputte Festplatten (defekte Sektoren, kaputte Elektronik, Motorschaden, Headcrash etc.) treffe, habe ich eine gewisse Paranoia entwickelt.

Die folgende Anleitung ist auch auf RAID 0 (Verdopplung der Kapazität und Geschwindigkeit, Ausfall einer Festplatte bedeutet kompletten Datenverlust) oder andere RAID Systeme anwendbar, aber ich schreibe einfach darüber, was ich bei mir gemacht habe.

Ein Software-RAID habe ich aus 2 Gründen gewählt:

  1. Mein Mainboard besitzt keinen echten RAID-Controller
  2. Ein Software-RAID ist unabhängig vom Mainboard bzw. RAID-Controller einsetzbar

Einrichtung des RAID Systems:

Ich beschreibe hier die Einrichtung eines RAID Systems bei einer Neuinstallation von Ubuntu. Diese Anleitung kann ab Ubuntu 9.10 verwendet werden. Ältere Ubuntu Versionen verwenden noch kein GRUB 2, weshalb eine andere Partitionierung notwendig ist.

Das RAID lässt sich zwar auch später einrichten, aber es gleich bei der Installation einzurichten finde ich einfacher. Außerdem ist nichts gegen ein frisches Ubuntu einzuwenden.
Für die Installation wird eine Ubuntu Server CD oder eine Ubuntu Alternate CD benötigt, die man für 10.04.1 hier herunterladen kann. Anschließend wird der Rechner von der CD gestartet und nach der Auswahl der Sprache der Menüpunkt “Ubuntu Installieren” ausgewählt (durch drücken der Eingabetaste).

Nach einigen Angaben über Land, Tastatur, Gebiet und Rechnername landet man bei dem Punkt “Festplatten partitionieren”. Dort wählt man dann “Manuell” aus.

Als nächstes kann man die Festplatten partitionieren.

Hier sieht man die beiden Festplatten (sda und sdb), in diesem Fall befindet sich noch keine Partitionstabelle auf den Festplatten. Um bei einem Festplattenausfall sda und sdb unterscheiden zu können, sollte man sich die Festplatten markieren. SCSI3 ist der erste (oder dritte?) und SCSI4 der zweite (oder vierte, entscheidend ist die Reihenfolge) SATA Anschluss.

Befinden sich bereits Partitionen oder gar Daten auf der Festplatte, müssen die Daten natürlich vorher gesichert werden, da diese verloren gehen werden. Hat man bereits die Festplatten (gleicherweise) partitioniert und möchte diese Partitionen nicht neu erstellen, bitte einfach weiter lesen.

Nun wählt man die erste Festplatte aus. Die Frage, “Neue, leere Partitionstabelle erstellen?” bestätigt man mit ja.

Nachdem die neue Partitionstabelle erstellt wurde, wählt man den freien Speicher aus.

Im nächsten Schritt wählt man dann “Eine neue Partition erstellen” aus, anschließend gibt man die Größe der ersten Partition an. Ich habe lediglich eine root (/) Partition und eine Swap Partition erstellt. Für die erste Partition wähle ich eine “Primäre Partiton”, die am “Anfang” erstellt werden soll.

Dann landet man bei dem Schritt, den Typ und die Verwendung der Partition anzugeben. Bei “Benutzen als” wählt man nicht ext4 oder Ähnliches aus, sondern “physikalisches Volume für RAID”. Dann wird noch mit dem Betätigen der Eingabetaste das “Boot-Flag” gesetzt. Damit wäre die erste Partition für den RAID Verbund fertig, nun kann man das “Anlegen der Partition beenden”.

Dann landet man wieder bei der Übersicht der Partitionen, wo man nun wieder den freien Speicher auswählt.

Nun können nach der gleichen Vorgehensweise weitere Partitionen erstellen werden. Ich habe allerdings nur noch eine Swap Partition eingerichtet. Die Swap Partition werde ich aber nicht zum RAID hinzufügen, da dies meistens eher unwichtig ist. Trotzdem werde ich zwei Swap Partitionen anlegen, die dann automatisch beide von Ubuntu genutzt werden. Die Gesamtgröße des Swaps ergibt sich aus der Summe der Swap Partitionen, die Schreibgeschwindigkeit in den Swap sollte sich damit ebenfalls erhöhen.

Also, zum Erstellen der Swap Partition wählt man wieder den freien Speicher aus und erstellt eine neue Partition. Da nun die Swap Partition die letzte Partition ist, ist es wichtig, dass am Ende der Festplatte ein wenig (128 KB sollten reichen) freier Speicher übrig bleibt, da am Ende der Festplatte Informationen über den RAID Verbund gespeichert werden. Deswegen gibt man bei der Frage nach der Größe der Partition ein bisschen weniger an.

Für weitere Partitionen bzw. diese Swap Partition wählt man eine “logische Partition”, die ebenfalls am “Anfang” des freien Speichers erstellt wird.

Für eine Swap Partition wählt man als Verwendung logischerweise “Auslagerungsspeicher (Swap)”.

Anschließend kann das Anlegen der Partition beendet werden. Damit wäre die erste Festplatte fertig partitioniert. Die zweite Festplatte benötigt nun exakt die gleiche Partitionierung, damit das RAID funktionieren kann. Dazu wählt man nun die zweite Festplatte aus und wiederholt exakt die gleichen Schritte wie bei der ersten Festplatte.

Anschließend sollte die Partitionierung der Festplatten so aussehen:

Wenn die Partitionierung beider Festplatten auf gleiche Weise geschehen ist, kann man das “Software-RAID konfigurieren”. Die Frage, ob die Änderungen auf das Speichergerät geschrieben werden sollen, bestätigt man mit ja, dann gelangt man zu diesem Bildschirm:


Hier kann man nun für jede Partition, die man dem RAID Verbund hinzufügen möchte, ein “MD-Gerät erstellen” (Multiple Devices). Für unser Vorhaben wählen wir anschließend RAID1 aus, die Anzahl der am RAID Verbund beteiligten Geräte (bzw. Partitionen, für dieses Beispiel also 2) und die Anzahl der Reserve-Geräte (hier 0).

Der nächste Schritt ist der interessanteste, hier wählt man die Partitionen aus, die für diesen RAID Verbund genutzt werden sollen:


Mit der Leertaste lassen sich die Partitionen auswählen. Wer bisher noch nicht viel mit Linux Partitionen gearbeitet hat, mag vielleicht ein wenig verwirrt sein. Aber gerade bei nur 2 Partitionen pro Festplatte ist es gar nicht so schwierig zu erkennen, dass sda die erste und sdb die zweite Festplatte ist. Wir möchten jeweils die “raid” Partition einer Festplatte dem RAID Verbund hinzufügen, also wählen wir /dev/sda1 und /dev/sdb1 aus und bestätigen mit “Weiter”.

Wenn man mehrere Partitionen für den RAID Verbund angelegt hat, wiederholt man einfach die letzten Schritte, für dieses Beispiel können wir die Software-RAID Konfiguration mit “Fertigstellen” abschließen.

Wenn bisher alles richtig ausgeführt wurde, sollte das Resultat so aussehen:

Jetzt sind wir auch fast fertig. Der RAID1 Verbund wurde richtig erstellt, aber Ubuntu wüsste noch nichts damit anzufangen, weil wir ihm noch kein Dateisystem zugeteilt haben. Also wählen wir die RAID Partition aus und stellen die Benutzung auf “Ext4 journaling file system” und den Einhängepunkt auf “/”.

Jetzt können wir endlich die “Partitionierung beenden und Änderungen übernehmen”.

Damit ist die Erstellung des RAID 1 Arrays beendet und die Installation fast geschafft. Im nächsten Schritt wird allerdings noch eine wichtige Frage gestellt: “Do you want to boot your system if your RAID becomes degraded?” Hier wird gefragt, ob das System gebootet werden soll, wenn das RAID Array nicht mehr richtig arbeitet, also z.B. eine Festplatte ausfällt. Ich empfehle hier “Nein”, denn wenn das System nur noch mit einer Festplatte problemlos bootet, merkt man schwieriger, dass eine Festplatte ausgetauscht werden muss.

Man kann dies aber auch nachträglich in der Datei /etc/initramfs-tools/conf.d/mdadm ändern. Dazu setzt man den Wert “BOOT_DEGRADED” auf “true” (bootet bei defektem RAID) oder auf “false” (bootet nicht bei defektem RAID).

Anschließend bestätigt man noch einmal, dass die Änderungen auf die Festplatten geschrieben werden sollen und der Rest ist normale Ubuntu Installation.

Überprüfung des RAID Arrays

Nach der Installation sollte man gleich testen, ob das RAID Array auch vernünftig funktioniert. Dies geschieht am besten mit dem Befehl

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cat /proc/mdstat

dessen Ausgabe etwa so aussehen sollte:

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Personalities : [linear] [multipath] [raid0] [raid1] [raid6] [raid5] [raid4] [raid10]
md0 : active raid1 sda1[0] sdb1[1]
7811008 blocks [2/2] [UU]
unused devices: <none>

Hier sieht man, dass md0 ein RAID1 Device ist, dass aus den Partitionen sda1 und sdb1 besteht. Wenn dieses zu sehen ist, dann funktioniert der RAID Verbund.

Wenn eine der Festplatten nun ausfällt, dann sieht man das entweder an der Ausgabe von “cat /proc/mdstat” oder beim nächsten Booten. Die Zeile

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md0 : active raid1 sda1[0] sdb1[1]

wird z.B. so aussehen:

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md0 : inactive raid1 sda1[0]

Wie man sieht, fehlt die Partition sdb1 und damit wäre der Übeltäter schnell erkannt.

Austausch einer defekten Festplatte

Nachdem man die defekte Festplatte ausgetauscht hat, müssen noch einige Schritte vorgenommen werden, um die neue Festplatte in das RAID Array aufzunehmen. Zunächst entfernt man die als defekt erkannte Festplatte aus dem RAID Array.

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mdadm /dev/md0 --remove /dev/sdb1

Nachdem man nun die Festplatte ausgetauscht hat, muss diese noch exakt wie die andere Festplatte partitioniert werden. Am einfachsten erledigt man es mit diesem Befehl:

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sfdisk -d /dev/sda | sfdisk /dev/sdb

Jetzt kann man die Partition wieder dem RAID Array hinzufügen:

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mdadm /dev/md0 --add /dev/sdb1

Seitdem ich ein RAID1 einsetze, kann ich zwar ruhiger schlafen, aber wenn man Vorkehrungen getroffen hat, geht so eine Festplatte ja eh nie kaputt ;-)

sfdisk -d /dev/hdf | sfdisk /dev/hde

Compiz auf dem Notebook automatisch steuern

Nachdem Compiz bei mir auf dem Notebook endlich vernünftig läuft, habe ich mir Gedanken um meinen sowieso nicht mehr sehr fitten Akku gemacht. Natürlich könnte man Compiz manuell deaktivieren, wenn man per Akku unterwegs ist, aber das ist keine Lösung für faule Geeks.

Lieber setzt man sich hin, grübelt ein wenig und heraus kommt ein Bash Script. Zugegebenermaßen ist es mein erstes Bash Script, deshalb nicht böse sein, falls es nicht funktioniert. Konstruktive Kritik nehme ich gerne an :-)

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#!/bin/bash
while (true)
do
#Akku- oder Netzteilbetrieb ermitteln
AKKU=$(cat /proc/acpi/ac_adapter/AC0/state)
if [ "${AKKU}" = "state:                   on-line" ]; then
# Netzteilbetrieb, laeuft Metacity noch?
PS_METACITY=$(ps -C metacity| grep metacity)
if [ "${PS_METACITY}" ];    then
# Wenn Metacity noch lauft, durch Compiz ersetzten
compiz --replace &
fi
else
# Akkubetrieb, laeuft Compiz noch?
PS_COMPIZ=$(ps -C compiz| grep compiz)
if [ "${PS_COMPIZ}" ]; then
# Wenn Compiz noch laeuft, durch Metacity ersetzen
metacity --replace &
fi
fi
sleep 10s
done

(Hilfe, wieso wollen die TAB Einrückungen nicht?)

Oder das Script zum Download: auto-compiz.sh

Das Script muss natürlich noch ausführbar gemacht werden, das habe ich früher immer vergessen und mich jedes mal wieder geärgert ;-)

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chmod a+x auto-compiz.sh

Anschließend kann man das Script in den Autostart (System – Einstellungen – Startprogramme) eingetragen werden, z.B. so:

Es gibt auch andere Wege, das Script automatisch zu starten, z.B. über die /etc/rc.local, aber ich habe mich eben hierfür entschieden. Ich hoffe es läuft bei euch, bei mir tut es das jedenfalls.

mfg
Finn