Haben Speedport Router ein Eigenleben?

Als Kunde beim magentafarbenen Internetanbieter erhält man meist einen Router der Speedport Serie. Ich hatte den Speedport W 700V, den ich aber nicht lange in Betrieb hatte. Nachdem einige Portfreigaben einfach nicht funktionierten, habe ich mir den Netgear Router RP614v4 gekauft. Mit diesem Router funktionieren meine Portfreigaben, Wake on WAN und die Aktualisierung meiner dynamischen DNS, mit all diesen Sachen hatte der 700er Speedport so seine Probleme.

Als Modem hatte ich anfangs noch den 700V am Netgear Router benutzt, indem ich PPPoE Pass-Through aktiviert, die automatische Konfiguration deaktiviert und meine Zugangsdaten gelöscht hatte. Aber schon bald gab es wieder Probleme..

Als ich den Speedport W 700V noch als Modem und Router verwendet hatte, drosselte dieser manchmal meine Internetgeschwindigkeit um über 50%. Leider trat dieses Verhalten auch auf, wenn ich den Speedport nur als Modem an meinem Netgear Router betrieben hatte.

Glücklicherweise hatte ich noch ein altes ADSL2+ Modem liegen, das bis auf eine etwas geringere Uploadgeschwindigkeit gut funktionierte. Leider treten inzwischen wieder Verbinsungsabbrüche auf, vor allem beim Upload.

Kürzlich hatte ich netterweise einen Speedport W 701V geschenkt bekommen, der zwar auch nicht der neuste ist, aber trotzdem doch wohl funktionieren wird, dachte ich…
Als habe ich auch beim 701er PPPoE Pass-Through aktiviert, die automatische Konfiguration deaktiviert und meine Zugangsdaten, die ich zum Testen des Routers eingetragen hatte, gelöscht.

Mein Netgear Router konnte problemlos eine Verbindung über den 701er herstellen, die Geschwindigkeiten waren ok und stabil, ich war zufrieden.
Einen Tag später funktionierte plötzlich wieder nichts, scheinbar versucht der Speedport Router sich einzuwählen und deswegen kann der Netgear Router sich nicht mit dem Internet verbinden. Nach einem Neustart des Speedports kann der Netgear Router sich manchmal einwählen, bekommt auch eine IP zugewiesen, aber das Imternet ist trotzdem tot. Wenn ich testweise mein altes Sphairon Modem anschließe, funktioniert wieder alles.

Inzwischen lässt sich der 701er auch nicht mehr resetten, ganz toll. Und warum leuchtet bitteschön die Online LED, wenn keine Zugangsdaten eingetragen sind und dieser auch nicht am Netgear Router angeschlossen ist? Ganz großes Kino…

Eigentlich wollte ich mich mit diesem Post nur über Speedport Router aufregen. Bei mir funktionieren sie nie richtig. Ich habe auch schon verschiedene Speedports bei anderen Leuten angeschlossen. Auch da sind mir ein paar Macken aufgefallen, manchmal war der Router kurze Zeit später kaputt und musste eingeschickt werden.

Na ja egal, ich brauche wohl ein neues Modem…

mfg
Finn

Wake On Lan: Netgear RP614 v4

Endlich kann ich meinen Server per Wake On Lan sowohl per LAN als auch aus dem Internet starten. WOL per LAN war kein großes Problem, das hat auch schon mit meinem Speedport W 700V funktioniert. Mit ein paar Einstellungen kriegt man den Router Netgear RP 614v4 (funktioniert sicherlich auch mit ähnlichen Modellen) Wake On Wan (WOL per Internet) fähig.

Wenn Wake On Lan bei dem betreffenden Computer bereits per LAN funktioniert, dann ist bereits alles bis aus der Router richtig konfiguriert. Die Konfiguration nimmt man für gewöhnlich unter http://192.168.1.1 vor.

Im Menü Lan IP Setup trägt man zuerst den betreffenden PC bei den IP Adressen Reservierungen ein. Anschließend ändert man noch die IP Subnet Mask auf 255.255.255.128. Diese Einstellung ermöglicht, dass man bei der Portweiterleitung (Portforwarding) die Broadcast IP Adresse eintragen kann. Das ist auch schon der nächste Schritt: Im Menü Portweiterleitung / Port Triggering trägt man die Broadcast IP 192.168.1.127 ein. Start- und Endport sind für Wake On Lan 9. Als Service Type trägt man UDP ein.

Da sollte eigentlich alles sein. Bei mir funktioniert es, auch wenn der PC längere Zeit aus war.

mfg
Finn

DSL – eine Odyssee

Nachdem ich mich am 01. Mai und am 23. Juni aufregt habe, dass mein DSL 16000 Anschluss in den letzten Monaten immer langsamer geworden ist, fangen die Probleme jetzt erst richtig an. Anfangs war ein Download noch mit vollen 16 Mbit/s (2.0 MB/s), später mit 1.6 MB/s und vor kurzem nur noch mit 1.4 MB/s möglich. Als Grund habe ich die steigenden Kundenzahlen und die somit steigende Auslastung des DSL Netzes vermutet.

Vor etwa einer Woche begannen die Probleme mit meinen Router (Speedport W 700V):
Am Vormittag funktionierte noch alles wunderbar. Als ich am Abend von der Fachhochschule nach Hause gekommen bin, kam ich nicht ins Internet. Weder mit dem Notebook per WLAN oder LAN noch mit einem meiner Server per LAN. Auf der Seite für die Konfiguration des Routers (http://speedport.ip) fiel mir dann auf, dass gar kein DSL verfügbar sei.

Ein Neustart des Routers hat nicht geholfen und darum habe ich die Störungshotline von T-Online angerufen. Die DSL Status LED am Router blinkte. Die Leitung sei in Ordnung und ich solle mich doch bitte an die (kostenpflichtige) Geräte Hotline wenden, aber noch während das Telefonats konnte der Router plötzlich wieder eine Verbindung herstellen.

Bis gesetern (Dienstag) Abend…
Dann kam ich wieder nicht ins Internet und mein Router meldete „Kein DSL verfügbar“ und die DSL Status LED blinkte wieder. Neustarten des Routers und mehrere Wiedereinwahlen brachten keinen oder nur kurzen Erfolg. Dann habe ich wieder die Störungshotline angerufen, wo die nette Frau mir sagte, dass die Leitung in Ordnung sei, aber etwas mit dem Router nicht zu stimmen scheint. Der Router würde nur 60% der Leistung schaffen oder so ähnlich, sagte sie mir. Ist das der Grund für meine geringe Downloadgeschwindigkeit?

Die Routerkonfigurationssseite bietet zum Glück ein interessantes Hilfsmittel, man kann sich den detailierten DSL Status anzeigen lassen. Im Menü links bietet der Punkt Details (Kategorie: Status) verschiedene Informationen zum Router und dem Anschluss. Der Unterpunkt DSL zeigt 3 Informationen:
- DSL Down-/Upstram (vom Router ermittelte maximale Geschwindigkeit)
- Noise Margin (vereinfacht: Abstand vom Datensignal zum Rauschsignal, hoher Wert besser)
- CRC Fehler

Nachdem die Frau bei der T-Online Hotline die Leitung erneut mit dem Router synchronisiert hat (wie das genau abläuft, weiß ich nicht), sah ich beim DSL Status folgendes:

Dann ging es wieder, aber nicht lange. Zuerst war ich froh und habe bei diesen Werten sogar meine alte DSL Geschwindigkeit zurück erhofft, aber die ist sogar noch geringer geworden. Die Fehlermeldung “DSL nicht verfügbar” erschien erneut und der DSL Status zeigte dann folgendes:

Nach mehreren Neustarts des Routers konnte dieser dann wieder, wahrscheinlich eher zufällig, eine Verbindung herstellen und der DSL Status sieht wieder wie in den letzten Tagen und Wochen aus:

Der Download liegt wie vorher bei 1.4 MB/s, womit ich mich auch noch zufrieden gebe, so lange die Verbindung überhaupt funktioniert.

Fehlersuche und -behebung
Wenn demnächst etwas Zeit bleibt, werde ich ein DSL Modem an meinen Linux Server anschließen und diesen als Router konfigurieren. Die Interneteinwahl übernimmt dann der Linux Server direkt. Ich werde dann die maximale DSL Geschwindigkeit ermitteln und über einen längeren Zeitraum testen, ob die Verbindung stabil ist. Wahrscheinlich wird sich dann herausstellen, dass mein Router nicht mehr einwandfrei arbeitet. Dass es Unterschiede in der Geschwindigkeit geben wird, glaube ich nicht, aber mal sehen.

Wird dieser Versuch keinen Erfolg bringen, muss ich wohl das Telefonkabel bis zum nächsten Knotenpunkt ausgraben, überprüfen und gegebenenfalls durch ein besseres ersetzen. Muss man man wieder alles selber machen… ;-)

mfg
Finn

DSL Probleme – Teil 4

Der Ärger mit meinem Speedport W 700V geht weiter. Nachdem meine maximale Downloadgeschwindigkeit in den letzten Monaten gesunken ist, sind vor kurzem auch Verbindungsprobleme hinzugekommen.
Wenn ihr wissen wollt, worum es genau geht, schaut in meinen letzten Beitrag.

Inzwischen vermute ich das Problem bei meinem Router, darum habe ich nun ein Firmware Update von V 3.15 auf V 3.22 gemacht. Daran hätte ich eigentlich früher denken sollen, aber das Update hat mein Problem auch nicht völlig behoben.
Inzwischen habe ich aber bemerkt, dass ein Verbindungsabbruch (Fehlermeldung des Routers: Kein DSL verfügbar) bei Belastung der Leitung mit hoher Wahrscheinlichkeit eintritt. Jetzt erreiche ich aber wieder eine Geschwindigkeit von ca. 1850 KB/s.

Die automatische Konfiguration des Routers hatte ich deaktiviert, nachdem ich schon einmal ein Sinken meiner maximalen Downloadgeschwindigkeit von 2.0 MB/s auf 1.8 MB/s bemerkt habe. Mit deaktivierter automatischer Konfiguration kam ich anschließend wieder auf die 2.0 MB/s.
Jetzt habe ich die automatische Konfiguration des Routers wieder aktiviert und ich hatte bis jetzt noch keine Verbindungsabbrüche. Mit dieser Einstellung komme ich auch wieder auf eine Downloadgeschwindigkeit von 1.8 MB/s.

So lange ich jetzt keine Verbindungsabbrüche mehr habe, bin ich erst einmal zufrieden.

Anmerkung:
Zum Testen der DSL Geschwindigkeit nutze ich www.wieistmeineip.de/speedtest. Da diese Werte vom Server von www.wieistmeineip.de abhängen, vergleiche ich sie, indem ich z.B. Linux Images von verschiedenen Servern gleichzeitig herunterlade. Zu diesem Thema steht auch etwas auf provider-stoerung.de. Aber bis jetzt hat der online Speedtest von www.wieistmeineip.de recht zuverlässige Werte geliefert.

mfg
Finn

Wake On Lan

Mit “Wake On Lan” bezeichnet man das Hochfahren von Rechnern im Netzwerk oder Internet durch das Senden bestimmter Befehle, “magic packets” genannt. Da diese Funktion in der Hardware integriert ist, wird keine Software benötigt.
Das Mainboard und die Netzwerkkarte müssen allerdings WOL unterstützen, was bei neueren Modellen aber in der Regel Standard ist.

Man benötigt also folgende Dinge…
- Mainboard / Netzwerkkarte mit WOL
- MAC – Adresse des Computers (eindeutige Hardware Adresse der Netzwerkkarte)
- optional LAN – IP
- WAN – IP für Hochfahren aus dem Internet

Mein Computer im Schrank mit einem MSI KT4A-V Mainboard unterstützt WOL und da dachte ich mir, das probier ich mal aus. Kurz im BIOS nachgeschaut, ob WOL nicht zufällig deaktiviert ist und dann kann es auch schon losgehen.

Zuerst über mein Netzwerk:
Für mein Ubuntu ist auch schnell ein passendes Tool gefunden und installiert:

code:
sudo apt-get install wakeonlan

“wakeonlan -h” zeigt die Hilfe an, die MAC – Adresse im Parameter reicht allerdings schon:

code:
wakeonlan 00:00:00:00:00:00

Die MAC – Adresse erhält man in Windows mit dem Befehl “ipconfig” und unter Linux z.B. mit “ifconfig”. Alternativ kann man auch im Webinterface des Routers nachsehen, ob der Rechner als Client mit aufgeführt ist, meist steht auch die MAC – Adresse dabei.
Windows Benutzer können dieses Programm nehmen.
Im Netzwerk funktioniert WOL wunderbar und der Rechner fährt hoch, ohne dass ich mich viel bewegen muss.

Dann WOL über das Internet…
Dafür habe ich den UDP Port 9 in der Routerkonfiguration für den Rechner freigegeben. Mein Router ist ein Speedport W 700V, der leider eine sehr strenge Firewall hat. Bis jetzt funktioniert WOL bei mir nur mit deaktivierter Firewall. Inzwischen habe ich sie aber wieder aktiviert, da muss ich mir noch etwas einfallen lassen.

Jetzt brauchen wir unsere WAN – IP, also die IP Adresse, mit der der Computer bzw. Router im Internet ist. Diese kann man z.B. auf www.wieistmeineip.de ermitteln oder man richtet eine dynmaische DNS ein, damit man sich nicht ständig eine neue IP Adresse, sondern nur einen Hostnamen merken muss.

Entweder nimmt man die bereits erwähnten Programme oder man greift auf Web-Dienste zurück. Ich habe stephan.mestrona.net und remotewakeup.com getestet, beide Dienste haben bei mir funktioniert.

Sobald ich das Problem mit der Firewall des Router gelöst habe, kann ich den PC bequem von unterwegs starten, was im Prinzip sogar Strom sparen kann, weil ich den PC nur hochfahren müsste, wenn ich ihn brauche und ich ihn sogar wieder herunterfahren und anschließend wieder hochfahren kann ;-)

mfg
Finn