AMD/ATI fixt Bug bezüglich Gnome-Shell

Ich nutze ja nun seit einiger Zeit Gnome3 mit der Gnome-Shell, wie ich hier mal beschrieben habe. Ich bin außerdem ein meistens zufriedener AMD/ATI Nutzer, aber bei der Gnome-Shell gibt es seit den Anfängen Probleme mit dem proprietären ATI Grafikkartentreiber. Teile der Shell sind verpixelt, flackern oder werden von bunten Strichen überlagert, jedenfalls kann man so auf gar keinen Fall arbeiten.

Weil der Bug schon seit vielen Monaten besteht, wurde viel über AMD gelästert, aber anscheinend wissen die Jungs erst seit kurzem von dem Bug, wie aus diesem inoffiziellem Bugtracker hervorgeht. Der Bugfix wird wohl erst in Catalyst 11.9 enthalten sein, welches wir aber diesen Monat erwarten können. Hoffentlich werden die AMD und die Gnome Entwickler solche Probleme in Zukunft besser handhaben :-)

mfg
Finn

UPDATE 06.10.2011: Ich habe Catalyst 11.9 gleich nach dem Erscheinen Ende September installiert, war aber sehr enttäuscht. Die obere Leiste der Gnome-Shell sieht zwar wieder normal aus, allerdings gibt es oft Renderfehler und der Bildschirm flackert gerne mal. Also müssen wir wohl leider noch länger warten.

Ich und Arch Linux

Vor einigen Jahren, als mein Interesse an Linux wieder einmal aufloderte, habe ich den Versuch gestartet und Ubuntu auf meinem Notebook installiert. Mein Ziel war es, mich daran zu gewöhnen und anstatt Windows zu starten (Dual Boot oder VM) Alternativen in der GNU / Linux Welt zu finden. Inzwischen benutze ich privat ausschließlich Ubuntu.

Damals war Ubuntu scheinbar genau das richtige Betriebssystem für mich. Nicht zu kompliziert, eine sehr große Community und eine gute Möglichkeit, die GNU / Linux Welt näher kennen zu lernen. Ubuntu läuft bei mir auf einem Heimserver und einem vServer in einem Rechenzentrum, womit ich auch immer noch zufrieden bin. Auf meinem Notebook lief bis vor kurzem Ubuntu 11.04 mit GNOME3. Im Prinzip war ich damit zufrieden, GNOME3 gefällt mir sehr gut und an Ubuntu bin ich sehr gewöhnt. Allerdings geht es mir wahrscheinlich wie vielen anderen, die Ubuntu bzw. die dahinter steckende Firma Canonical inzwischen mit kritischen Augen betrachten. Dabei geht es mir nicht nur um Marketing oder die Einführung von Unity, sondern um diese gewisse Art der Bevormundung bei Ubuntu. Ich möchte ein Betriebsystem haben, dass ich ganz genau an meinen Bedürfnisse anpassen kann und mir alle Möglichkeiten offen lässt.

Schon länger schwirrt mir Arch Linux im Kopf herum, aber ich habe mich damit nie genauer beschäftigt. Ich hab eher damit gerechnet, dass ich Tage oder sogar Wochen brauchen werde, bis ich überhaupt eine funktionierende Arch Linux Installation haben werde. Also fing ich an zu lesen…

Zuerst habe ich viel im Wiki gestöbert. Dort habe ich auch einen Link zu dem frei verfügbarem Buch “Arch Linux – Die Grundinstallation und mehr” gefunden. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an den Autor Farid Mésbahi und natürlich auch an alle, die am Wiki beteiligt waren.

Ich habe das Buch in relativ kurzer Zeit verschlungen, was kein Problem ist, da es recht verständlich geschrieben ist. Natürlich muss man für Arch Linux gewisse Grundkenntnisse über Linux und die Shell mitbringen, aber theoretisch kann ja jeder alles lernen. Der größte Unterschied zu Ubuntu oder den meisten anderen Distributionen ist wohl, dass man keine grafisch-bunte Klick-dich-durch-Installationsroutine hat, sondern ein schlichtes Setup Menü. Nach erfolgter Installation hat man ein voll funktionstüchtiges Linux, allerdings ohne grafische Oberfläche, denn die kann man sich selbst aussuchen.

Der Paketmanager pacman kommt einem gar nicht so fremdartig vor, wenn man von Debian / Ubuntu das apt-get gewohnt ist. Ich kann mich jedenfalls nicht daran erinnern, wann ich das letzte mal eine Anwendung über das Software Center installiert habe. Ich möchte nicht ins Detail gehen, aber wie erwartet (und gewünscht) musste ich vieles selber machen:

  • X installieren und konfigurieren
  • GDM, GNOME3 und die Shell installieren
  • ACPI und automatische CPU Taktung zum Laufen bekommen
  • Module und Daemons installieren und in /etc/rc.conf eintragen
  • aus Gewohnheit habe ich mir der /etc/sudoers hinzugefügt ;-) (sudo vorher installieren)
  • GRUB2 habe ich bei einem Test in einer VM nicht zum Laufen bekommen, vorerst verwende ich also GRUB Legacy (Standard)

Ich bin mir sicher, dass ich noch über einige Sachen gestolpert bin, die ich selbst recherchieren musste, aber das habe ich schon wieder alles vergessen. Ich werde wohl mal ein paar Alte Rechner mit Arch Linux und ein paar ausgefallenen WMs bestücken, durch die Routine lernt man am besten.

Noch bin ich kein “Arch Profi” und werde es vielleicht auch nie werden, aber ich komme erstaunlich gut mit dieser Distribution zurecht, was zu einem großes Teil wohl auch der guten Community zu verdanken ist. Irgendwelche Tutorials werdet ihr wohl auch nicht von mir sehen, aber vermutlich wird es zukünftig weniger Ubuntu und mehr Arch Themen hier geben.

Jetzt zeigt WordPress mir schon wieder um die 600 Wörter an und dabei wollte ich doch nur erwähnen, dass ich jetzt auch ein Arch Linux Nutzer bin ;-)

mfg
Finn

Ubuntu 11.04 + GNOME3

Seit April nutze ich nun die aktuelle Ubuntu Version 11.04 Natty Narwhal auf meinem Notebook und war eigentlich recht zufrieden. Mir gefällt zwar das neue Konzept von Unity, aber 100%ig zufrieden war ich dennoch nicht. Darum dachte ich, dass es mal an der Zeit ist, GNOME3 zu testen. Dazu hätte ich mir Fedora 15 oder Ubuntu GNOME Remix installieren können, aber ich wollte gerne bei Ubuntu bleiben und auch nicht neu installieren. Schon seit Monaten schwirrt eine Anleitung zu einer Paketquelle für Ubuntu 11.04 herum, allerdings ist einiges zu beachten:

  • GNOME3 ersetzt Unity und GNOME2 / Ubuntu Classic
    Ein schlichtes Deinstallieren von GNOME3 reicht nicht aus, um zum alten Zustand zurückzukehren.
  • GNOME3 läuft mit ATI Karten und dem proprietären ATI Treiber nur schlecht, es kommt zu vielen Grafik- und Renderingfehlern
  • und generell kann ja theoretisch alles schief gehen ;-)

Ich beschreibe einfach mal, was ich gemacht habe, um ein benutzbares Ubuntu mit GNOME3 zu erhalten. Nachmachen auf eigene Gefahr. Es ist sehr empfehlenswert, eine komplette Datensicherung zu machen, falls ihr dies auf einem Produktivsystem ausprobieren wollt. Das geht am einfachsten mit dd.

GNOME3 Paketquelle hinzufügen und installieren:

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sudo add-apt-repository ppa:gnome3-team/gnome3
sudo apt-get update
sudo apt-get dist-upgrade
sudo apt-get install gnome-shell

Laut diesem Beitrag im Ubuntuusers Forum kann folgendes noch notwendig sein:

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sudo apt-get remove gnome-accessibility-themes
sudo apt-get install gnome-themes-standard

Nach einem Neustart wird sich GNOME3 präsentieren, zu beachten ist aber noch, dass man beim Einloggen “GNOME” ausgewählt hat.

Open Source Treiber statt proprietären Treiber benutzen:

Weil ATI/AMD mal wieder nicht zu Potte kommt und das Problem mit dem Treiber nicht gefixt bekommt (Schande über euch!), muss man den freien ATI Treiber “radeon” verwenden. Öffnet dazu jockey (“Zusätzliche Treiber”) und entfernt den proprietären ATI Treiber. Der quelloffene Treiber wird wohl nicht eine so große Performance wie der von ATI haben, aber für GNOME3 reicht es bei mir locker. Spiele habe ich noch nicht getestet, aber ich spiele eh so gut wie gar nicht.

Stromverbrauch und Hitzeentwicklung reduzieren:

Ein Nachteil an dem freien Treiber ist die geringere Effizienz, die Grafikkarte verbraucht also mehr Strom und produziert dadurch mehr Wärme. Bei meiner Mobility HD2600 hat ein Test meinerseits letztes Jahr gezeigt, dass der freie Treiber 10W mehr verbraucht. Laut

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sensors

liegt die Temperatur meiner Grafikkarte bei ca. 50°C.

Im overclock.net Forum habe ich dann eine Möglichkeit gefunden, den Stromverbrauch des freien Treibers etwas zu reduzieren. Dazu verändert man das Power Management der Karte, es stehen die Profile default, low, mid, high und auto zur Verfügung. Ich habe vorerst auto gewählt, was bewirkt, dass im Akkubetrieb das Profil low und im Netzbetrieb das Profil high benutzt wird. Falls mir mein Notebook im Netzbetrieb zu warm wird, werde ich wohl das Profil low dauerhaft verwenden.

Das Profil muss bei jedem Systemstart gesetzt werden, also fügen wir der /etc/rc.local eine Zeile hinzu:

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echo auto > /sys/class/drm/card0/device/power_profile

Nach einem Neustart macht sich das ganze dann bemerkbar und meine GPU Temperatur ist um 10°C auf jetzt nur noch 40°C gesunken. Genaue Stromverbrauchswerte werde ich demnächst nachliefern, PowerTOP scheint nicht so ganz zuverlässig zu sein und ich verwende lieber ein Wattmeter.

…und fertig!

Viel Spaß mit GNOME3!

mfg
Finn

 

http://forum.ubuntuusers.de/topic/gnome-3-unter-ubuntu-11-04-natty-narwhal-nachi/

bareFTP – schicker Gnome FTP Client

Ich habe schon diverse FTP Clients unter Ubuntu ausprobiert, war bisher aber nie wirklich zufrieden. gFTP finde ich sehr gewöhnungsbedürftig und stürzt hin und wieder ab und FileZilla oder KFTPGrabber sagen mir auch nicht unbedingt zu. Gerade eben bin ich aber über bareFTP gestolpert.

bareFTP

Neben dem auf der Seite angebotenem Source Code gibt es für einige Distributionen wie z.B. Ubuntu, openSUSE oder Fedora eine kleine Installationsanleitung. Unter Ubuntu sind die Einträge in die sources.lst schnell erledigt und als erstes ist mir das schön schlanke Aussehen von bareFTP aufgefallen. Das ist auch kein Wunder, denn bareFTP ist noch kein Jahr alt. Trotzdem sind alle wichtigen Funktionen zum Verbinden und Dateitransfer vorhanden. Die Bedienung ist dank Drag ‘n’ Drop recht einfach und seine wichtigsten Server kann man als Lesezeichen speichern. bareFTP unterstützt FTP, FTP over SSL/TLS (FTPS) und SFTP.

Für mich ist bareFTP ein guter FTP Client mit viel Potenzial, der jetzt schon die wichtigsten Funktionen bietet, um vernünftig mit einem FTP Server zu arbeiten.

mfg
Finn

Erweiterte Energieeinstellungen unter Gnome

Mein Ubuntu läuft gut, aber die Energieverwaltung von Gnome (System – Einstellungen – Energieverwaltung) bietet nur dürftige Einstellungsmöglichkeiten. Das ist, vor allem bei einem Notebook, manchmal ein wenig ärgerlich.

Will man nun z.B. die LCD Helligkeit im Akku/Netzbetrieb ändern oder die Schwellenwerte für z.B. den kritischen Akkustand ändern, startet man den gconf-editor.

code:
gconf-editor

Mit dem Konfigurationseditor lassen sich viele Dinge einstellen, die man sonst nicht in einer GUI findet. Die Energieverwaltung findet ihr unter:

apps/gnome-power-manager

Viel Spaß beim austoben, aber nicht an Dingen drehen, von denen man nichts versteht.

mfg,
Finn