Archiv für Kategorie Computer
Heimserver wieder online
Verfasst von Finn unter Computer, Netzwerk, Ubuntu / Linux am 28. März 2010
Endlich! Letzten Monat habe ich das defekte Mainboard meines Heimservers eingeschickt. Diese Woche ist es endlich zurück gekommen, genauer gesagt wurde es durch ein neues ersetzt. Eigentlich ist mein Heimserver nur mein Desktop-PC, den ich eigentlich eh nicht brauche. Wenn alles nach meinen Vorstellungen läuft und Geld übrig ist, werde ich neue und noch bessere Hardware kaufen, dann kann der “Server” zurück in meinen Schrank.
Seitdem mein Server also nun wieder läuft, habe ich erst gemerkt, wie verdammt praktisch so ein kleiner Linux Server zu hause sein kann. Das Fernsehen über MythTV ist eigentlich eher eine Spielerei, aber endlich kann ich wieder schön einfach von allen Rechnern Drucken, kann ganz einfach per einer einzigen Samba Freigabe auf meine 3 Externen Festplatten zugreifen und Backups muss ich nicht mehr per Hand machen, denn das erledigt auch mein Server für mich.
Backups sind zwar schön, aber wenn sie umständlich sind und lange dauern, macht sie keiner gerne. Genau aus diesem Grund habe ich mir jetzt endlich einen Gigabit Switch gekauft. Für meine bescheidenen Zwecke soll vorerst ein günstiger 5 Port Switch der Firma TP-Link genügen. Ich besitze ebenfalls einen 5 Port 100 Mbit/s Switch und einen WLAN Access Point dieser Firma. Anfangs war ich skeptisch, da mir TP-Link bislang unbekannt war und ich schon oft Probleme mit zu billiger Hardware hatte.
Aber ich muss sagen, alle 3 Geräte laufen bestens und selbst mit dem Gigabit Switch bin ich zufrieden:
1 2 3 4 5 6 7 8 | finn@finn-laptop:~$ iperf -c finn-server.local ------------------------------------------------------------ Client connecting to finn-server.local, TCP port 5001 TCP window size: 16.0 KByte (default) ------------------------------------------------------------ [ 3] local 192.168.1.9 port 60054 connected with 192.168.1.10 port 5001 [ ID] Interval Transfer Bandwidth [ 3] 0.0-10.0 sec 1.07 GBytes 923 Mbits/sec |
Das geht wahrscheinlich noch etwas schneller, aber ich besitze sowieso nur herkömmliche Magnetspeicher-Festplatten, also reicht das völlig aus.
Linux Server zu betreiben und zu konfigurieren macht halt Spaß, was soll ich da noch großartig zu sagen?
Festplattendefekte erkennen
Verfasst von Finn unter Computer, Ubuntu / Linux am 12. Januar 2010
Wenn die Festplatte erst einmal den Geist aufgegeben hat, dann ist oft nicht mehr viel zu retten. Bei einem Head-Crash oder kaputter Festplattenelektronik, kann man selber meist nichts unternehmen, es sei denn man bastelt gerne und würde den kompletten Datenverlust hinnehmen können, denn das ist bei Eigenreparatur sehr wahrscheinlich.
Normalerweise legt man bei Festplatten nicht selbst Hand an, bei wichtigen Daten sollte man die Reparatur speziellen Datenrettungsfirmen überlassen und das kann manchmal ziemlich teuer werden.
Irgendwann wird jede Festplatte kaputt gehen, das lässt sich nicht verhindern. Darum sollte man regelmäßig Backups machen, dann bleibt auch der Blutdruck unten, wenn man merkt, dass die Festplatte defekt ist.
Wenn die Festplatte im BIOS erkannt wird und das Betriebssystem sauber hochfährt, heißt das noch lange nicht, dass es der Platte noch gut geht. Mit Linux bzw. in meinem Fall Ubuntu gibt es ein paar schöne Möglichkeiten, Laufwerke zu überprüfen und notfalls noch einige Daten zu retten.
Ich beschreibe hier lediglich meine persönliche Vorgehensweise, sicherlich lässt das eine oder andere auch anders bewerkstelligen.
S.M.A.R.T ist eine Selbstüberwachungstechnik, die eigentlich von allen modernen Festplatten beherrscht wird. Man sollte darauf achten, dass dies nicht im BIOS deaktiviert wurde, das wäre doch schade. Um die SMART Daten auszulesen, wird das Paket smartmontools benötigt:
1 | sudo apt-get install smartmontools |
Anschließend kann man sich die SMART Werte mit folgendem Befehl ausgeben lassen:
1 | sudo smartctl -A /dev/sda |
/dev/sda ist natürlich eventuell anzupassen, je nach Laufwerk. Mit fdisk kann man sich seine Festplatten und deren Partitionen anzeigen lassen:
1 | sudo fdisk -l |
Bei mir sieht das ganze z.B. so aus:
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 | finn@finn-laptop:~$ sudo smartctl -A /dev/sda smartctl version 5.38 [x86_64-unknown-linux-gnu] Copyright (C) 2002-8 Bruce Allen Home page is http://smartmontools.sourceforge.net/ === START OF READ SMART DATA SECTION === SMART Attributes Data Structure revision number: 16 Vendor Specific SMART Attributes with Thresholds: ID# ATTRIBUTE_NAME FLAG VALUE WORST THRESH TYPE UPDATED WHEN_FAILED RAW_VALUE 1 Raw_Read_Error_Rate 0x002f 200 200 051 Pre-fail Always - 0 3 Spin_Up_Time 0x0027 154 152 021 Pre-fail Always - 1300 4 Start_Stop_Count 0x0032 100 100 000 Old_age Always - 43 5 Reallocated_Sector_Ct 0x0033 200 200 140 Pre-fail Always - 0 7 Seek_Error_Rate 0x002e 100 253 000 Old_age Always - 0 9 Power_On_Hours 0x0032 100 100 000 Old_age Always - 523 10 Spin_Retry_Count 0x0033 100 253 051 Pre-fail Always - 0 11 Calibration_Retry_Count 0x0032 100 253 000 Old_age Always - 0 12 Power_Cycle_Count 0x0032 100 100 000 Old_age Always - 41 192 Power-Off_Retract_Count 0x0032 200 200 000 Old_age Always - 10 193 Load_Cycle_Count 0x0032 200 200 000 Old_age Always - 300 194 Temperature_Celsius 0x0022 103 092 000 Old_age Always - 40 196 Reallocated_Event_Count 0x0032 200 200 000 Old_age Always - 0 197 Current_Pending_Sector 0x0032 200 200 000 Old_age Always - 0 198 Offline_Uncorrectable 0x0030 100 253 000 Old_age Offline - 0 199 UDMA_CRC_Error_Count 0x0032 200 200 000 Old_age Always - 0 200 Multi_Zone_Error_Rate 0x0009 100 253 051 Pre-fail Offline - 0 |
Wer das ganze etwas übersichtlicher und grafisch haben möchte, der kann dies ab Ubuntu 9.10 Karmic Koala ganz leicht mit der Palimpset Laufwerksverwaltung tun, diese findet man unter System – Systemverwaltung – Laufwerksverwaltung. Ein Klick auf “Weitere Informationen” hinter dem SMART Status zeigt die SMART Werte.
Die Werte (RAW_VALUE) geben die aktuellen Daten der Platte an, diese sollen den Grenzwert (TRESH) nicht über- bzw unterschreiten (je nach Wert). Grüne Lämpchen sind natürlich ein gutes Zeichen, wer es genauer wissen möchte kann sich hier eine etwas genauere Erklärung der Parameter ansehen.
Eigentlich noch häufiger setze ich das Programm badblocks ein, welches eine Festplatte oder Partition nach defekten Datenblöcken durchsucht und praktischerweise bei Ubuntu vorinstalliert ist.
Um eine Festplatte zu überprüfen, auf der sich noch Daten befinden, empfiehlt sich der “nicht-überschreibende” Modus:
1 | sudo badblocks -vsn /dev/sda |
Einen ausführlicheren Test, der die Datenblöcke überschreibt, lässt sich mit dem Parameter “w” anstatt “n” starten. Ein einzelner defekter Datenblock kann entweder, je nachdem was in ihm gespeichert ist, gar nicht erst auffallen oder den Bootvorgang des Rechner unmöglich machen. Festplatten und Flash Speicher verfügen über eine Defektblockverwaltung, die i.d.R. defekte Datenblöcke über eine Zuordnungstabelle durch fehlerfreie Blöcke aus einem Reservebereich ersetzt. Dieser Reservebereich kann aber irgendwann aufgebraucht sein und außerdem haben defekte Datenblöcke eine Ursache. Man kann die defekten Datenblöcke zwar durch Remapping von der Nutzung ausschließen, aber eine Festplatte mit defekten Blöcken sollte man im Auge behalten.
Ob man bei defekten Blöcken die Festplatte sofort austauscht oder sie (nach einem Backup) weiter benutzt oder ein Remapping durchführt, bleibt jedem selbst überlassen. Einige Festplatten haben bereits früh fehlerhafte Sektoren, diese vermehren sich aber nicht und die Festplatte ist noch lange benutzbar. Man kann leider nicht in Festplatten hineinschauen und deren Zukunft vorhersagen, SMART und badblocks helfen einem dabei sehr.
Wenn die Festplatte schon komische Geräusche macht, dann kann man sich SMART und badblocks eigentlich sparen und sollte lieber sofort mit dem Backup anfangen. Ich könnte einige Geschichten erzählen, was mir beim Reparieren von Computer schon passiert ist, aber das würde den Rahmen des eh schon verlaufenen Artikels sprengen
Ich verstehe nur nicht, warum ich für eine Menschen “die letzte Hoffnung” bin, wenn es darum geht Computer wieder zum laufen zu kriegen. Oft liegt es nicht an der Festplatte, trotzdem überprüfe ich diese, wenn die Zeit vorhanden ist. Wenn ich dann zu einer neuen Festplatte rate und empfehle, endlich mal mit Backups anzufangen, glaubt mir einfach niemand, dass Festplatten kaputt gehen können. Funktioniert die Festplatte dann einmal nicht mehr, ist das Geschrei groß…
mfg
Finn
TechniSat Skystar HD2 unter Ubuntu installieren
Verfasst von Finn unter Computer, Ubuntu / Linux am 20. Dezember 2009
In meinem noch nicht ganz fertigen Heimserver steckt seit kurzem eine TechniSat SkyStar HD2 DVB-S2 PCI Karte. Leider laufen (noch) nicht alle TV-Karten out-of-the-box, die meinige jedenfalls nicht. Es hat zwar ein paar Tage und einige Google Suchanfragen gebraucht, bis die Karte lief, aber letztendlich war es doch nicht allzu schwierig.
Zuerst schaut man nach, ob die PCI Karte korrekt erkannt wurde:
1 2 | lspci | grep -i dtv 03:06.0 Multimedia controller: Twinhan Technology Co. Ltd Mantis DTV PCI Bridge Controller [Ver 1.0] (rev 01) |
Die SkyStar Karte besitzt den gleichen Chip wie die Twinhan VP1041 oder Azureweve AD-SP 400, deshalb nicht über die Ausgabe von lspci wundern. Wenn diese oder eine ähnliche Ausgabe erscheint, wurde die Karte erkannt.
Als nächstes wird der Treiber heruntergeladen:
1 2 3 4 5 | sudo apt-get update sudo apt-get install mercurial build-essential gcc make libncurses5-dev linux-headers-`uname -r` hg clone http://mercurial.intuxication.org/hg/s2-liplianin/ cd s2-liplianin sudo make menuconfig |
Wählt dort unter “Multimedia Support -> DVB/ATSC Adapters” den Punkt “Firedtv/Floppydtv” ab, ansonsten kommt es eventuell zu einem Fehler beim make Vorgang.
Jetzt sollte sich der Treiber problemlos installieren lassen:
1 2 3 | make sudo make install sudo reboot |
Nach dem Neustart sollte die Karte dann laufen:
1 2 3 4 5 | dmesg | grep -i dvb [ 8.509639] found a VP-1041 PCI DSS/DVB-S/DVB-S2 device on (03:06.0), [ 8.512424] DVB: registering new adapter (Mantis dvb adapter) [ 9.089752] mantis_frontend_init (0): found STB0899 DVB-S/DVB-S2 frontend @0x68 [ 9.090205] DVB: registering adapter 0 frontend 0 (STB0899 Multistandard)... |
Wenn diese Ausgabe erscheint, ist die Karte fertig eingerichtet und Fernsehempfang mit beispielsweise MythTV sollte möglich sein.
mfg
Finn
Update: Die Installation von ntop hätte ich sein lassen sollen. Das Netzwerk Monitoring Programm bekam meiner Ubuntu Installation nicht sehr gut. Ich weiß nicht, ob es sich nicht mit dem Kernel oder mit den Nvidia Treibern vertragen hat, jedenfalls konnte ich Ubuntu nicht mehr booten. Weder mit einem älteren Kernel, weder im Low Graphics Mode und auch die Konsole funktionierte nicht.
Irgendwie hätte man das Problem sicherlich beheben können, aber eine Neuinstallation dauert auch nicht lange und die paar Treiber sind ja schnell installiert. Leider hat nach der Neuinstallation fast nichts funktioniert. Ich habe auch verschiedene Treiber probiert:
1 | hg clone http://jusst.de/hg/v4l-dvb |
oder den hier:
1 | hg clone http://linuxtv.org/hg/v4l-dvb/ |
Die v4l-dvb Treiber wurden zwar korrekt geladen und liefen, aber mit w_scan konnte ich nicht alle Programme finden, es waren etwa 800 Stück, darunter 99% Schrottsender. Beispielsweise konnte ich mit jedem Treiber den RTL Transponder finden, allerdings z.B. Pro Sieben nur mit dem s2-liplianin Treiber.
Dann habe ich etwa 2 Wochen alte s2-liplianin Treiber installiert, da die aktuellen Treiber nicht geladen werden und eine Fehlermeldung bezüglich mantis raushauen.
1 | hg clone -r d37b8ae36051 http://mercurial.intuxication.org/hg/s2-liplianin |
Der s2-liplianin Treiber funktionierte aus folgendem Grund nicht:
1 2 | mantis_core: disagrees about version of symbol ir_input_init mantis_core: Unknown symbol ir_input_init |
Aber es hat sich herausgestellt, dass das Problem inzwischen gefixt wurde.
Jetzt finde ich mit w_scan immerhin wieder alle Programme, die ich haben möchte, insgesamt etwas über 1000 Stück, davon natürlich wieder überwiegend nutzlose Sender. Immerhin läuft die SkyStar HD2 jetzt wieder normal. Ich werde die Entwicklung von s2-liplianin beobachten und dann irgendwann mal den Treiber updaten, wenn das Problem gefixt ist
Update 2: Nachdem ich dachte mit dem aktuellen s2-liplianin Treiber (rev 98c44b3dd343) wieder alle Sender empfangen zu können, gibt es nun das nächste Problem:
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 | [ 14.168953] found a VP-1041 PCI DSS/DVB-S/DVB-S2 device on (03:06.0), [ 14.168955] Mantis Rev 1 [1ae4:0003], irq: 21, latency: 64 [ 14.168956] memory: 0xfbfff000, mmio: 0xffffc900111b6000 [ 14.172920] MAC Address=[00:08:c9:e0:df:3a] [ 14.172941] mantis_alloc_buffers (0): DMA=0x37840000 cpu=0xffff880037840000 size=65536 [ 14.172945] mantis_alloc_buffers (0): RISC=0x37814000 cpu=0xffff880037814000 size=1000 [ 14.172948] DVB: registering new adapter (Mantis dvb adapter) [ 25.790017] mantis_ack_wait (0): Slave RACK Fail ! [ 37.410017] mantis_ack_wait (0): Slave RACK Fail ! [ 47.960018] mantis_ack_wait (0): Slave RACK Fail ! [ 47.960426] _stb0899_read_s2reg ERR(1), Device=[0xf3fc], Base address=[0x00000400], Offset=[0xf334], Status=-121 [ 59.850016] mantis_ack_wait (0): Slave RACK Fail ! [ 59.850427] _stb0899_read_s2reg ERR(1), Device=[0xf3fc], Base address=[0x00000400], Offset=[0xf33c], Status=-121 [ 70.870017] mantis_ack_wait (0): Slave RACK Fail ! [ 70.870426] _stb0899_read_s2reg ERR(1), Device=[0xfafc], Base address=[0x00000800], Offset=[0xfa2c], Status=-121 [ 81.980022] mantis_ack_wait (0): Slave RACK Fail ! [ 81.980433] _stb0899_read_s2reg ERR(1), Device=[0xfafc], Base address=[0x00000800], Offset=[0xfa34], Status=-121 [ 81.980493] stb0899_attach: Attaching STB0899 [ 81.980495] mantis_frontend_init (0): found STB0899 DVB-S/DVB-S2 frontend @0x68 [ 81.980549] stb6100_attach: Attaching STB6100 [ 81.981137] LNBx2x attached on addr=8 [ 81.981140] DVB: registering adapter 0 frontend 0 (STB0899 Multistandard)... [ 81.981199] mantis_ca_init (0): Registering EN50221 device [ 81.981299] mantis_ca_init (0): Registered EN50221 device [ 81.981360] mantis_hif_init (0): Adapter(0) Initializing Mantis Host Interface [ 81.981488] input: Mantis VP-1041 IR Receiver as /devices/virtual/input/input8 [ 82.090022] Mantis VP-1041 IR Receiver: unknown key for scancode 0x0000 [ 82.090025] Mantis VP-1041 IR Receiver: unknown key: key=0x00 down=1 [ 82.190021] Mantis VP-1041 IR Receiver: unknown key: key=0x00 down=0 |
Wenn ich einen DVB-S2 Sender aufrufe, ist kein Empfang mehr möglich und das Mantis Modul scheint nicht mehr zu funktionieren. Das hier spukt dmesg aus:
1 2 | mantis_ack_wait (0): Slave RACK Fail ! _stb0899_read_s2reg ERR(1), Device=[0xf3fc], Base address=[0x00000400], Offset=[0xf334], Status=-121 |
Auf DVB-S2 Sender kann ich auch vorerst verzichten. Vermutlich wird das auch wieder in Kürze gefixt werden…
Wenn bei mir dieses Problem auftritt, hilft es das Mantis Modul neu zu laden:
1 2 | sudo modprobe -r mantis sudo modprobe mantis |
Projekt Heimserver – Teil 1
Verfasst von Finn unter Computer, Netzwerk, Ubuntu / Linux am 2. November 2009
Einige erinnern sich vielleicht an meinen alten Heimserver im Schrank, dieser war zwar nur ein Windows Server, dessen Hardware ich aufgrund von Defekten oft austauschen musste, aber er hat mir gute Dienste geleistet. Bisher war es ein Low Budget Projekt und defekte Hardware habe ich einfach mit anderer herumliegender Hardware ausgetauscht.
Nachdem mir nun aber die Festplatte kaputt gegangen ist, wird die Hardware knapp. Darum muss mal ein neuer Server her, der aber gleichzeitig eine Art Multimedia-PC bzw. HTPC ist. Auf moutfisch.de wird sich gerade auch so ein Multimedia-PC zusammengebaut.
Ich wollte aber von Anfang an nicht irgendeinen passiv gekühlten Rechner, sondern etwas mit ordentlich Bumms haben! Darum war der alte Server in einem Schrank mit Lüftern, die Geräuschkulisse ist gering und stört eigentlich kaum, der Fernseher befindet sich in der anderen Ecke des Zimmers.
So, was muss dieser Server für mich leisten?
- Ubuntu als Betriebssystem!
- 2 schnelle SATA II Festplatten im RAID 1 für höhere Datensicherheit
- FTP und Samba Server
- Unison Server für Backups u. Synchronisation von Notebook und Desktop-PC
- LAMP Server (Linux Apache MySQL PHP)
- Anschluss an mind. 24″ Monitor, um MythTV um Filme und Fernsehen via DVB-S(2) zu schauen
- OpenSSH Server
Wenn ich mir nicht in den Kopf gesetzt hätte, ausschließlich über den Rechner Fernsehen zu gucken (alter Röhrenfernseher kommt weg, LCD-TV mag ich nicht, darum großer Monitor), würde auch eine etwas einfachere bzw. sparsamere Hardware reichen, aber da ja auch alles auf einmal funktionieren soll, muss es wohl ein AMD Phenom II X4 965 “Black Edition” sein. Gute Kühlung und Overclocking sind auch geplant, falls die 3,4 GHz nicht reichen sollten.
Mit 125 W TDP ist der Phenom II relativ stromhungrig, aber wahrscheinlich werde ich diesen Server nicht 24/7 laufen lassen, je nachdem was er mit Cool ‘n’ Quiet im Durchschnitt verbraucht. Ansonsten werde ich ihn per BIOS einmal täglich hochfahren lassen, damit zumindest Backups vom Notebook und Rechner gemacht werden. Ein paar Wake On Lan Scripts werden den Rest erledigen…
SSD Festplatten sind leider aufgrund meines Budgets nicht möglich, aber die 500 GB WD “Black Series” Festplatten, mit denen ich liebäugel, sind auch nicht gerade langsam und sollten ein flottes hochfahren ermöglichen.
Die Hardware werde ich vermutlich innerhalb der nächsten Woche bestellen, aber ich hoffe das in 2 Wochen dann alles läuft. Spätestens bis Ende November muss alles laufen, da bis dahin der Kabelanschluss gekündigt und die Satellitenschüssel aufgestellt ist und ich keinen normalen SAT-Receiver habe
Einfach Daten sichern mit Personal Backup
Ich habe mich in den letzten Tagen vermehrt nach möglichst kostenlosen Backup Programmen für Windows umgeschaut. Dabei habe ich anscheinend ein perfektes Programm gefunden: Personal Backup ist für kostenlos erhältlich und bietet alle wichtigen Funktionen, die man für eine gute Datensicherung benötigt.
Jetzt mal im Ernst: Wer von euch macht überhaupt regelmäßig ein Backup? Ich schätze mal die meisten PC Nutzer haben Daten auf dem Rechner, dessen Verlust mindestens unschön oder vielleicht sogar verdammt ärgerlich ist. In den letzten Monaten haben mich viele Bekannte kontaktiert, weil etwas mit ihrem Computer nicht stimmt. Erstaunlich oft war die Fehlerquelle eine defekte Festplatte. Ich habe mehrere Headcrashes gesehen und zwei mal schien die Festplatte bzw. ihr Motor komplett kaputt zu sein. In einem Fall habe ich eine Festplatte auseinandergebaut und nachgeschaut. Scheinbar ein Lagerschaden im Motor, der Motor hatte sich festgefahren und nichts drehte sich mehr. Den Satz “Deine Festplatte ist tot, da geht nix mehr.” habe ich in letzter Zeit oft sagen müssen. Hätte ich in einem Fall nicht noch alte Backups von einer Neuinstallation, wäre das ein harter Schlag für einen Selbstständigen, auf den dann eine Menge Arbeit und Gewinnausfälle zugekommen wären.
Ich sage immer “Mach regelmäßig Backups oder kopiere zumindest ab und zu die wichtigsten Sachen auf einen USB Stick oder sonst was!” und erhalte nur ein “Ja ja…” als Antwort, bis derjenige mich irgendwann anruft und sagt “Mein Computer fährt nicht mehr hoch und macht komische Geräusche…”
Worauf ich hinaus will: Festplatten können zwar Jahre oder sogar Jahrzehnte ohne Probleme funktionieren, aber irgendwann geht sie durch Verschleiß oder einen Unfall kaputt. So viel ist sicher. Meistens sind die Daten noch auf der Festplatte, aber wenn der Lesekopf, der Motor oder die Elektronik kaputt sind, kann nur eine professionelle Firma helfen und das wird nicht billig.
Dass ein Backup weder teuer noch kompliziert sein muss, beweist Personal Backup. Lediglich ein Backupmedium wird benötigt, also ein Speicherort für das Backup. Es ist nicht sehr sinnvoll, die Daten auf die gleiche Festplatte zu sichern, auf der die zu sichernden Daten befinden. Es macht also auch keinen Sinn, die Daten lediglich auf eine andere Partition der Festplatte zu sichern.
Man kann also das Backup auf einer zweite internen / externen Festplatte, auf einem USB Stick, auf einem Netzlaufwerk oder auf einem FTP Server machen. Genau diese Möglichkeiten bietet Personal Backup. Jetzt endlich zum Wesentlichen…
Kurz-Anleitung für Personal Backup:
- Auf der Homepage Personal Backup herunterladen, anschließend installieren.
- Nach dem Neustart Programm starten und mit einem Klick auf den “Neu”-Button einen neuen Backup Auftrag erstellen.
- Das sollte dann so aussehen und mit einem Klick auf “Starte Assistenten” kann man schnell das wesentliche auswählen.

- Im nächsten Schritt wählt man das Backup Ziel aus. Ich habe ein Netzlaufwerk genommen, welches von Windows im Prinzip wie ein normales Laufwerk behandelt wird.

- Anschließend kann man die Verzeichnisse auswählen, die gesichert werden soll.

- Im nächsten Schritt kann man einstellen, ob die Daten gezippt oder einzeln kopiert werden sollen. Bei nicht zu großen Datenmengen kann man die Kompression beim Kopieren auch ausschalten, Geschmackssache.

- Das wichtigste an einem Backup ist, dass es regelmäßig ausgeführt wird. Sonst hat es keinen Sinn. Wer ganz penibel ist, macht das Backup beim Abmelden bzw. Herunterfahren. Alternativ kann man auch später Backups mit dem Task Planer von Windows planen.

- Das wars im Prinzip schon. Im Programm selbst lassen sich natürlich noch einmal alle Einstellung ändern.

Wer möchte, dass lokal gelöschte Dateien auch im Backup gelöscht werden, der kann im Register Auftrags-Einstellungen das Synchronisieren einstellen.
Das hier soll nur ein kleiner Einblick in Personal Backup sein. Mit ein paar Minuten Arbeit kann man sich wahrscheinlich irgendwann großen Ärger sparen. Wer die Möglichkeiten des Programm genauer kennen lernen will, kann einen Blick in die umfangreiche Online Hilfe von Personal Backup werfen.
Ich als Ubuntu Nutzer mache mein Backup mit sbackup, aber ich kann den Windows Nutzern Personal Backup wärmstens empfehlen.
mfg
Finn
TV-Out mit Nvidia-Karte nur schwarz weiß
Versteckt in einem kleinen Schränkchen habe ich einen Home Theater PC oder so etwas wie einen Server stehen. Eigentlich ist es nur eine alte Kiste mit einer GeForce FX 5200, die einen S-Video (4 polig) Ausgang besitzt. Zwar ist eine S-VHS / Scart Verbindung in der Zeit von HDMI & Co. etwas veraltet, aber zum Filme schauen reicht mir meine Röhre.
Ein relativ häufiges Problem bei der Verbindung des PCs mit dem Fernseher ist, dass der Bildschirm des Rechners nur in schwarz weiß auf dem Fernseher ankommt. Weil beim S-Video Signal Helligkeit und Farbe (Luminanz und Chrominanz) getrennt übertragen werden und ein nicht S-VHS tauglicher Fernseher aber nur mit einem Signal etwas anfangen kann, müssen Luminanz und Chrominanz gemischt werden.
Bisher habe ich dieses Problem gelöst, indem ich in der Nvidia Systemsteuerung das Signalformat vom voreingestellten (eigentlich ja auch korrekten) S-Video auf Composite (dt. auch FBAS genannt, koaxial, gemischtes Signal) umgestellt habe. Dann sollte die Grafikkarte ein gemischtes Signal ausgeben, welches der Fernseher als Farbbild wiedergeben kann.
Inzwischen hatte ich auf dem Rechner kurzzeitig Xubuntu, welches nach einer kleinen Änderung der Xorg.conf auch farbig auf dem Fernsher zu sehen war. Im Prinzip bewirkt diese Änderung (für zukünftige Probleme sollte ich noch einmal nachschauen, welche Änderung das war) das gleiche, der Grafikkarte wird gesagt, dass sie das Signal gemischt ausgeben soll.
Kürzlich ist mir aber leider das Mainboard durchgebrannt und da ich im Moment kaum Zeit habe, musste ich leider bei der Neuinstallation zu Windows greifen. Seltsamerweise macht die Nvidia Systemsteuerung jetzt was sie will. Wenn ich versuche, das Signalformat auf FBAS zu ändern, flackert der Fernseher kurz und das Nvidia Programm setzt die Einstellung gegen meinen Willen wieder auf S-Video zurück.
Weil ein S-Videostecker und kein Koaxialstecker eingesteckt ist, lässt Nvidia diese Einstellung nicht zu. Seltsamerweise hatte es vor ein paar Wochen noch funktioniert.
Bevor ich mir irgendwelche überteuerten Adapter kaufe, werde ich mal den Scart Stecker auseinanderschrauben und schauen, ob sich so vielleicht etwas erreichen lässt. Mehr als kaputtbasteln geht ja nicht
mfg
Finn
PC Schrank Umbau Teil 2
Verfasst von Finn unter Computer, Elektronik am 11. November 2008
Endlich ist es geschafft! Nachdem ich etwa über eine Woche Kabel verlegt, gelötet und geschraubt habe, läuft jetzt in meinem Schrank wieder alles bestens. Kein (sichtbarer) Kabelsalat mehr, drei Netzteile vom Router und Co. sind rausgeflogen und die Geräte habe ich mit an das PC-Netzteil gehängt und die Lüftersteuerung funktioniert.
Einige verwundert es, dass ich einen Computer im Schrank habe, aber im Prinzip ist dieser Computer nichts anderes als ein sogenannter Home Theater PC (HTPC). Es lebe die Faulheit und die Gemütlichkeit!
So schaut es im Moment in meinem Schrank aus, sieht zwar noch sehr durcheinander aus, aber ein Großteil der Kabel ist tatsächlich nicht mehr sichtbar.

In dem Schrank befinden sich auch gleichzeitig alle Geräte für Telefonie und DSL, die ebenfalls Wärme abgeben. Aus diesem Grund müssen die beiden Gehäuse- bzw. Schranklüfter auch laufen, wenn der PC aus ist. Es reicht aber, wenn die Lüfter mit niedriger Drehzahl bei z.B. 7,5 V laufen. Wird der PC eingeschaltet, sollen die Lüfter mit voller Geschwindigkeit bei 12 V laufen.
Um dieses Problem zu lösen, habe ich mit Qucs einen Schaltplan entworfen und simuliert.

Im Prinzip ist das ganze sehr simpel: Die Spannungsquelle V2 ist eine dauerhaft anliegende Spannung von dem PC-Netzteil im Schrank. V1 stellt die Spannungsquelle des im PC verbauten Netzteiles dar, ich habe einfach eine 12 V Leitung aus dem PC herausgeführt. Pr1 ist lediglich ein Amperemeter und nur für die gleich folgende Simulation wichtig. Der Widerstand R2 mit 60 Ohm stellt stellvertretend für die beiden Lüfter.
Ist der PC ausgeschaltet, liegt an der Basis des Transistors keine Spannung an, er sperrt also. Der Strom von V2 kann aber durch den Widerstand R3 (47 Ohm) fließen. Durch die Lüfter fließt dann nicht der volle Strom, sie drehen sich also nur langsam.
Wird nun der PC eingeschaltet, liegt an der Basis genügend Spannung an, so dass der Transistor leitend wird. Der Strom der Lüfter muss jetzt nicht mehr durch den Widerstand R3 fließen, sondern kann durch den Transistor fließen, der im leitenden Zustand einen niedrigohmigen Widerstand darstellt.
In der Simulation sieht das ganze so aus:

Auf der X-Achse ist die Spannung des PCs dargestellt. Die Y-Achse stellt die Spannung an der Basis (blau) bzw den Strom durch den Lüfter (rot) dar. Ist der PC ausgeschaltet, liegt keine Spannung an der Basis an und durch die Lüfter fließen nur etwas mehr als 0,1 A. Wird der PC eingeschaltet, liegen an V1 12 V an. Durch den Vorwiderstand der Basis liegt an der Basis etwa 0,9 V an, der Transistor ist leitend und durch die Lüfter können etwa die vollen 0,2 A fließen.
Sieht alles sehr einfach aus, aber ich hatte leider keine passenden Transistoren und Widerstände zur verfügung, die solch hohe Ströme bzw. Leistungen (bis 2,4 W) verkraften, darum habe ich ein paar parallel geschaltet.

Jetzt fragt ihr euch bestimmt, warum ich den PC und die Telefon und DSL Geräte nicht einfach außerhalb des Schrankes hinstelle, weil ich dann den ganzen Aufwand und die Platzprobleme nicht hätte.
Zum einen habe ich dafür keinen Platz mehr im Zimmer und zum anderen reduziert der Schrank die Geräusche des Computers.
Aber der wahre Grund ist: Warum einfach, wenn es auch kompliziert geht?
mfg
Finn
PC Schrank Umbau Teil 1
Verfasst von Finn unter Computer, Elektronik am 4. November 2008
“Never touch a running system!”
Diesen Spruch hätte ich mir am Sonntag Abend lieber zu Herzen nehmen sollen. Eigentlich wollte ich nur ein Stromkabel durch ein längeres Kabel ersetzen, damit ich es zusammen mit den anderen Kabeln zwischen meinem PC Schrank und der Fernseher Ecke (dort ist die nächste nutzbare Steckdose) etwas besser an der Wand entlang verlegen kann, damit ich nicht ständig mit meinem Bürostuhl rüberrolle.
Jedenfalls muss ich beim Ersetzen des Kabels irgendwo zu kräftig gezogen haben, denn mein WLAN war plötzlich tot. Bei der Fehlersuche habe ich dann irgendwie gleich alles auseinandergeüflückt…

In dem alten Schrank befinden sich neben dem PC noch die Telefonleitung und -dose, Splitter, T-Net Box, 2 Router, Modem, Endstufe und ein zusätzliches PC-Netzteil u.a. für die Lüfter, Beleuchtung und die Endstufe.
Aus dem Schrank heraus laufen zwei Netzwerkkabel (1,5 m für Switch am Schreibtisch und 10 m für Switch in anderer Zimmerecke), ein S-VHS und ein Klinke Kabel (je 10 m zum Fernseher), ungefähr 10 m USB Kabel mit einem Hub nach 5 m und einem am Ende, noch 2 demnächst aber 4 Lautsprecherkabel, 4 Kabel für Schaltpult für Endstufe und Beleuchtung (noch nicht ganz fertig), Kabel fürs Telefon und jede Menge Kleinkram, der mir gerade nicht einfällt.
Was das ganze soll? Ich kann damit jede Menge unnötigen Mist machen, ohne dass ich aus dem Bett heraus muss ![]()
Die ganze Technik in dem Schrank produziert natürlich viel Wärme. Zwei 120 mm Lüfter sorgen zwar für eine gute Durchlüftung, aber wenn der PC nicht läuft, ist es nicht nötig, dass sie mit voller Geschwindigkeit laufen. Ausgeschaltet dürfen sie aber auch keinesfalls sein, darum muss ich sie über ein einzelnes PC-Netzteil betreiben. Darum habe ich mir eine kleine Lüftersteuerung zusammengelötet:

Eigentlich besteht die Steuerung nur aus einem NPN Transistor und einem Widerstand. Ist der PC ausgeschaltet, laufen die Lüfter über das einzelne Netzteil recht langsam, da sie durch den Widerstand auf nur etwa 7,5 V laufen. Wird der PC eingeschaltet, liegen zusätzlich 12 V an der Basis des Transistors an, wodurch er leitend wird. Emitter und Kollektor sind parallel zum Widerstand geschaltet, der Lüfter läuft dann mit vollen 12 V.
Der eine oder andere Widerstand vor dem Transistor hätte wahrscheinlich auch nicht geschadet, aber immerhin bin ich zu so später Zeit noch dazu gekommen, eine Diode vor die Basis zu schalten… sonst laufen nämlich im ausgeschalteten PC die Gehäuselüfter
Tja, jetzt fehlen mir noch etwa 20-30 m Kabel bzw. Zwillingslitze, ein paar Kippschalter, ein Potentiometer und dann sollte ich vorerst fertig und mein Zimmer PC-gesteuert sein. Dann gibt es auch mal ein Bild vom fertigen Schrank.
Ach ja, mein WLAN funktioniert jetzt wenigstens hin und wieder…
mfg
Finn
PC-Fernbedienung und Girder
Mit einer Fernbedienung für den PC kann man relativ einfach (Multimedia-)Anwendungen steuern, ohne sich viel bewegen zu müssen. Ich habe ja einen alten Rechner im Schrank, mit dem ich u.a. auch Filme bzw. DVDs über den Fernseher schauen kann. Bisher habe ich den Rechner nur über VNC (Remote Control Programm) gesteuert, was für das Starten der Filme eigentlich kein Problem darstellt. Nur für das Pausieren oder Vor- bzw. Zurückspulen muss ich dann leider auch an mein Notebook, was manchmal etwas umständlich ist. Darum habe ich mal den Versuch gewagt und eine Fernbedienung für den Computer gekauft.

Eigentlich alles ganz einfach… den Infrarot Empfänger schließt man per USB an den Computer an schon kann es losgehen, es sind keine zusätzlichen Programme oder Treiber notwendig. Glücklicherweise liegen über 10m USB Kabel mit aktiven USB-HUBs vom PC zum Fernseher. Leider ist es nur mit dem Windows Media Center so einfach, welches ich nicht habe und auch nicht haben möchte.
Da ich aber für das Abspielen der Filme sowieso den VLC media player nutze, hätte ich auch mit Windows Media Center ein Problem, denn die Fernbedienung ist nur zum Media Center 100 %ig kompatibel. Der VLC media player zeigt beim Benutzen der Fernbedienung keine Reaktion.
Auf der Suche nach einer Lösung bin ich auf das Programm Girder gestoßen, welches es in einer etwas älteren Version als Freeware gibt und ihr hier herunterladen könnt.

Mit Girder lassen sich den Tasten der Fernbedienung eigene Aktionen bzw. Befehle zuweisen. Nach einem Kurzen Blick in das Getting Started Handbuch ist das Einstellen gar nicht so kompliziert. Girder kann Aktionen “lernen”, man drückt also die gewünschte Taste auf der Fernbedienung und kann dann in Girder z.B. ein Programm aufrufen lassen oder einen Tastendruck bzw. Tastenkombination ausführen.
Die Pause/Play Funktion funktioniert jetzt wunderbar mit dem VLC media player, der Rest dürfte nur ein bisschen Fummelarbeit sein. Komischerweise haben die Play/Rev/Forw/Stop Tasten alle den gleichen IR-Code, senden also quasi den gleichen Befehl. Wenn ich die Tasten noch erfolgreich voneinander trennen kann, dann bin ich rundum zufrieden
mfg
Finn
Festplatten retten mit Testdisk
Wenn man keinen Zugriff mehr auf seine Festplatte hat, sie aber noch im BIOS erkannt wird und keine komischen Geräusche von sich gibt, besteht immer noch Hoffnung. Oft liegt der Fehler auf der Softwareseite, eine defekte Partitionstabelle oder ein defekter Master Boot Record führen dazu, dass man keine Zugriff mehr auf seine Daten hat oder der PC nicht mehr von der Festplatte startet, obwohl alle übrigen Daten noch vorhanden sind.
TestDisk kann verloren geglaubte Partitionen wiederherstellen und nicht mehr bootende Festplatten reparieren. Erhältlich ist TestDIsk für Linux, Windows (und DOS) und MacOS. TestDisk unterstützt alle gängigen (und auch weniger gängige) Dateisysteme, es ist bestimmt für jeden etwas dabei
Schaut am besten mal ins TestDisk Wiki, dort findet ihr auch die verschiedenen Versionen zum Download.

Die Bedienung von TestDisk ist relativ einfach und erst heute habe ich eine angeblich defekte 40 GB Festplatte in wenigen Minuten wieder zum Laufen bekommen. Für solche Reperaturaktionen benutze ich ein externes Festplattengehäuse bzw. den IDE-USB Adapter davon. Praktische Sache
mfg
Finn

